Nach Ratsbeschluss

Bürgerbegehren gegen neues Bonner Bad gestartet

Das Modell des geplanten Schwimmbads in Dottendorf.

Das Modell des geplanten Schwimmbads in Dottendorf.

Bonn. Kippt die Entscheidung für ein großes zentrales Bad im Bonner Stadtgebiet doch noch? Zwei Bürgerinitiativen haben genau dieses Ziel. Sie wollen nun rund 10.000 Unterschriften sammeln, um mit ihrem Bürgerbegehren erfolgreich zu sein.

Wenige Stunden nach dem Ratsbeschluss zum Bau eines neuen Hallenbades in Dottendorf haben zwei Bürgerinitiativen ein Bürgerbegehren gegen die Entscheidung gestartet. Ziel sei die Aufhebung des Ratsbeschlusses, teilten „Kurfürstenbad bleibt!“ und „Frankenbad bleibt Schwimmbad“ mit. Um 10 Uhr hätten Gisela von Mutius und Hans Peter Callsen als Initiatoren das Bürgerbegehren bei der Stadtverwaltung eingereicht. Das Presseamt bestätigte den Eingang.

Das Bürgerbegehren stehe unter dem Motto „Zentralbad stoppen – Stadtteilbäder retten!“, so die Initiativen. „Die Errichtung eines Zentralbads für mehr als 60 Millionen Euro ist angesichts halb so hoher Sanierungskosten für Kurfürsten- und Frankenbad unverantwortlich und unvernünftig,“ erklärte Hans Peter Callsen von der Initiative „Frankenbad bleibt Schwimmbad“.

Statt mit dem Bau eines Zentralbads eine neue Verschuldungsrunde einzuläuten, sollten Oberbürgermeister und Ratskoalition „eigentlich aus dem WCCB-Desaster gelernt haben und auf bürgernahe und pragmatische Lösungen wie die Sanierung unsere vorhandenen Stadtteilbäder statt auf teure Prestigeprojekte setzen.“

Die Unterschriftensammlung soll im Januar starten. Für einen Erfolg sind knapp 10.000 Unterschriften nötig.