Altes Rathaus Bonn

Bärbel Schulte erhält Verdienstmedaille

Jürgen Nimptsch gratuliert Bärbel Schulte.

BONN. Seit 15 Jahren setzt sich Bärbel Schulte für die Belange von Schilddrüsenerkrankten ein. Gestern hat ihr Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch im Auftrag des Bundespräsidenten im Alten Rathaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Die ehemalige Angestellte im öffentlichen Dienst übernahm 1998 den Vorsitz der Schilddrüsen-Liga Deutschland, des Dachverbands der Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenerkrankte und deren Angehörige.

Dem Verein gehören mittlerweile mehr als tausend Mitglieder an. Seit sie den Vorsitz übernommen habe, biete sie neben ihren Aufgaben als Vorsitzende eine tägliche, bis zu fünfstündige Telefonberatung an, so Nimptsch in seiner Laudatio. 1999 habe Schulte maßgeblich am Aufbau der Geschäftsstelle der Schilddrüsen-Liga Deutschland in Bonn mitgewirkt.

Schulte leitet die Selbsthilfegruppe in Bonn seit 1999, in Köln seit 2000 und in Düsseldorf seit 2001, an deren Aufbau sie ebenfalls beteiligt war. Auf die Initiative von Schulte gehen zahlreiche Arzt-Patienten-Seminare zurück, bei denen Betroffene über die medizinischen und psychologischen Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen informiert werden.

2006 hatte Bärbel Schulte das Buch "Nicht alles im Lot - Schilddrüsenkrankheiten aus der Sicht Betroffener" herausgegeben. Der Erlös des Buches geht als Spende an die Schilddrüsen-Liga. Nimptsch: "Frau Schulte hat die Schilddrüsen-Liga zu einer wichtigen und in der Öffentlichkeit wahrgenommenen Selbsthilfeorganisation aufgebaut."

Schulte erhielt für ihr Engagement bereits andere Preise, darunter den AOK-Gesundheitspreis.