Polizei ermittelt

Autos in Röttgen und Ippendorf aufgebrochen und ausgeräumt

Symbolfoto

IPPENDORF/RÖTTGEN. Professionelle Täter haben in Röttgen und Ippendorf geparkte Autos aufgebrochen und Navis, Scheinwerfer und Lenkräder geklaut.

Größte Vorsicht vor Autoknackern ist im Moment angesagt: Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Mittwoch vier Autos in Ippendorf aufgebrochen. Die Fahrzeuge waren von 17 Uhr am Dientagabend bis 8.30 Uhr am Mittwochmorgen in den Straßen Im Uckerfeld, Höhenweg, Am Birkenbruch und in der Luigi-Pirandello-Straße abgestellt gewesen. Die Täter entwendeten fest eingebaute Navigationsgeräte, Scheinwerfer und Lenkradeinrichtungen. Bestimmte Marken hatten sie wohl nicht im Blick. Bei den Autos handelte es sich um die Marken BMW, Mercedes, Porsche und Volkswagen.

Damit sind an zwei aufeinander folgenden Tagen Autos im Bonner Westen geknackt worden. In der Nacht zum Dientag hatten Täter in Röttgen zugeschlagen. Dort brachen sie drei Autos auf und klauten daraus ebenfalls festeingebaute Gegenstände wie ein Radio – und zusätzlich Bargeld. Das Kriminalkommissariat 35 hat die Ermittlungen übernommen und bittet die Bürger um Hinweise. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, kann sich unter 0228/150 melden.

"Da wird auf Bestellung in Autos eingebrochen"

Den Grund, dass Täter häufig nicht den ganzen Wagen mitnehmen, sieht Heinz-Gerd Lehmann, Techniker beim ADAC Nordrhein, in der leichteren Auffindbarkeit der Autos. „Wenn die Wagen über die Grenze gebracht werden, müssen die Fahrzeugidentifikationsnummern geändert werden. Das ist riskant“, sagt er. Die gerade veröffentliche polizeiliche Kriminalstatistik für Bonn und die Region zeichnet für 2017 bei den Delikten rund um den Diebstahl von Autos und von Einzelkomponenten eigentlich ein positives Bild. Demnach gab es insgesamt 2686 Fälle, das sind 258 Diebstähle weniger als im Jahr davor.

Lehmann betont die Professionalität, mit der Diebesbanden arbeiten. „Da wird auf Bestellung in Autos eingebrochen. Davor kann man sich als Halter im Prinzip nicht schützen.“ Dabei würden Täter auch nicht vor Alarmanlagen zurückschrecken. „Sie wissen ganz genau, in welchen Autos Navis oder Infotainment-Systeme nicht geschützt sind.“ Früher seien einzelne Komponenten noch im Block verbaut worden, so dass es mitunter reichte, einfach vier Schrauben zu lösen, und schon hatte man alles. In dieser Hinsicht seien die Autos heute sicherer geworden.