Trajektknoten in Bonn

Auf und an der B9 geht's rund

BONN. Rund um den neuen Trajektknoten wird emsig gebaut, und auch das letzte noch nicht gestaltete Teilstück der B9 zwischen Langenbachstraße, Ollenhauerstraße und Adalbert-Stifter-Straße wird ausgebaut. Das Tiefbauamt der Stadt Bonn beginnt am 1. September mit den Straßenbauarbeiten auf der Friedrich-Ebert-Allee.

1 Ausbau der B9

Das Teilstück ist schon seit gut sechs Jahren eine unansehnliche Stein- und Lehmwüste, abgetrennt von rot-weißen Baken - seit der U-Bahntunnel verlängert wurde. Auch im Zuge des Kreiselbaus war der Abschnitt bis zur Adalbert-Stifter-Straße nicht ausgebaut worden - vor allem, weil die Finanzierung noch nicht stand. Jetzt scheint alles klar zu sein.

1,9 Millionen Euro soll der Ausbau des etwa 350 Meter langen Straßenabschnitts kosten und etwa neun Monate dauern. Allerdings muss auch der Kanal, der sich dort laut Stadt in großer Tiefe befindet, erneuert werden, und auch ein neuer Fuß- und Radweg werde angelegt, so Elke Palm vom Presseamt.

2 Sozietät Flick Gocke Schaumburg und The Square

Direkt am Kreisel an der Rampe aus Richtung Rheinaue ist bereits die tiefe Baugrube ausgehoben. Dorthin will die Sozietät Flick Gocke Schaumburg (FGS), eine Partnergesellschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern, ihren Hauptsitz vom Hochkreuz verlegen.

Einzelheiten gibt die Sprecherin der Sozietät aber nicht preis. Kenner rechnen aber mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren. Indes ist bekannt, dass die Eller + Eller Architekten in Düsseldorf den Architektenwettbewerb gewonnen haben. Für die rund 550 Mitarbeiter entsteht ein Gebäude mit etwa 20.000 Quadratmetern Fläche.

Die Architektur greift die Straßenlinie auf, die Fassade weist Brüche auf. Das Gebäude ist wie ein Campus angelegt, das Herz bildet ein Atrium, an dem vier Gebäudeflügel angeordnet sind. Von oben betrachtet, sehen sie aus, wie die ineinandergefügten Blumenflügel eines Windrads. Diese Gebäudeflügel terrassieren sich im Uhrzeigersinn vom fünf-geschossigen Haupteingang bis zum siebengeschossigen Gebäudeteil an der Straße.

Nach Plan läuft laut Marc Asbeck die Baustelle seines Bürokomplexes The Square in direkter Nachbarschaft an der Rampe. Die 5600 Quadratmeter Bürofläche in Sichtweite des Posttowers sind ab 1. Oktober bezugsfertig. Bis auf das Staffelgeschoss, seien alle Flächen bereits vermietet. An wen, will Asbeck noch nicht verraten.

3 GIZ-Zentrale

Schräg gegenüber steht bereits der Mäanderbau der GIZ zwischen Friedrich-Ebert-Allee und Baunscheidtstraße. Der neue Dienstsitz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aus aneinandergesetzten U-Formen.

"Bauzeit und Budget sind voll im Plan", so Marion Frank von der GIZ-Pressestelle. Zurzeit werkeln die Arbeiter voll im Innenausbau. Einzug soll im kommenden Mai/Juni sein.

4 B9-Offices

Die Zeiten des Brachlands sind auch daneben vorbei. Direkt neben der künftigen GIZ-Zentrale, zur Marie-Kahle-Allee hin, hat der niederländische Investor Albert Ten Brinke die sogenannten B9-Offices geplant.

"Die Planung steht, und auch die Bauvoranfrage wurde bereits positiv beschieden", so Edith Bosau von der gleichnamigen Immobilien-Management GmbH. "Wir führen gerade die letzten klärenden Gespräche mit dem künftigen Nutzer. Bis Herbst sind wir rund mit dem Projekt." Und dann rollen die Bagger an.