Aktion in Graurheindorf

Anwohner sammeln 22 Kubikmeter Müll

Das gute Wetter trägt zum Erfolg und der guten Laune bei der Aufräumaktion auf dem Graurheindorfer Lausacker bei.

Das gute Wetter trägt zum Erfolg und der guten Laune bei der Aufräumaktion auf dem Graurheindorfer Lausacker bei.

Graurheindorf. Engagierte Bürger haben den zugemüllten Lausacker aufgeräumt. Bürger Michael Moser prangert die verbotene Entsorgung seit Jahren an.

„Mit so viel Hilfe haben wir gar nicht gerechnet“, kommentierte Holger Marx. Der neue Graurheindorfer Ortsausschussvorsitzende freute sich, dass der Aufruf zur samstäglichen Aufräumaktion im Landschaftsschutzgebiet „Lausacker“ so viel Resonanz hat. Bei herrlichem Sonnenschein kamen mehr als 40 Anwohner, Familien mit ihren Kindern, türkische Kleingärtner der umliegenden Grundstücke, Mitglieder vom Wassersportverein Blau-Weiß sowie des Junggesellenvereins zusammen, um die Landschaft rund um den Rheindorfer Bach vom verbotenerweise dort entsorgten Müll zu befreien.

Verrosteter Stacheldraht, der völlig überwachsen zur gefährlichen Stolperfalle werden kann, Fahrräder, Bauabfälle und unglaublich viel achtlos weggeworfener Plastikmüll kam durch eine Rodungsaktion, die noch vor Beginn der Vogelbrutzeit durchgeführt wurde, zum Vorschein. Sie Säuberung füllte einen von Bonnorange zur Verfügung gestellten Container mit 22 Kubikmeter Müll.

Dass es sich bei den Mitarbeitern von Bonnorange ebenfalls um engagierte Bürger handelte, war von Michael Moser zu erfahren, der seit Jahren die Missstände auf dem städtischen Grundstück anprangert und sich vergeblich um den offiziellen Einsatz städtischer Hilfe bemüht. Er fand es positiv, dass über seine persönlichen Kontakte zu Bonnorange Unterstützung für die Aufräumaktion der Bürgerschaft zu organisieren war.

„Ansonsten passiert ja nichts“, fasst Moser seine vielen Anfragen bei den zuständigen Ämtern zusammen. „Nicht einmal die Schilder, die das Abladen von Müll verbieten, werden erneuert“. Dabei sind die Hinweise eine Bedingung zur Strafverfolgung ertappter Mitbürger. Die gelungene Reinigungsaktion der Graurheindorfer könnte jedoch ein entscheidendes Signal für alle sein, ihren Müll statt in der Landschaft ordnungsgemäß zu entsorgen.