Auszeichnung für historisches Gebäude

Alte Sternwarte in Bonn ist Astronomisches Erbe

Nüchterner Zweckbau: Vor 170 Jahren ging die Alte Sternwarte in Betrieb.

Die alte Sternwarte wurde 1845 eröffnet. Jetzt nahm die Internationale Astronomische Union das Gebäude in die Liste "Outstanding Astronomical Heritage" auf.

Südstadt. Das historisches Gebäude ist von der Internationalen Astronomischen Union zum "Outstanding Astronomical Heritage" erhoben worden. 1845 war das Gebäude eröffnet worden.

Die Internationale Astronomische Union hat die Alte Sternwarte der Uni Bonn in die Liste „Outstanding Astronomical Heritage“ (bedeutendes astronomisches Erbe) aufgenommen. Die Entscheidung fiel bei der Jahrestagung in Wien.

Der berühmte Astronom Friedrich Wilhelm August Argelander (1799-1875) begründete die Sternwarte in Bonn, die sich in der Südstadt in der Poppelsdorfer Allee 47 befindet. Bekannt wurde Argelander für die „Bonner Durchmusterung“, ein Sternenverzeichnis mit mehr als 300.000 eingetragenen Himmelskörpern.

Das Gebäude im Stil des Klassizismus wurde 1845 eröffnet. Ausgestattet wurde der Institutsneubau mit rund einem Dutzend kostbarer astronomischer Geräte, darunter Teleskope, astronomische Pendeluhren und Barometer. Eines davon, das so genannte Heliometer, ist heute ein Blickfang im Unimuseum.

1973 verließen die Astronomen die Alte Sternwarte und bezogen einen Neubau in Endenich. Viele Jahre hatte die Abteilung für Medienwissenschaft dort ihren Sitz. Seit deren Umzug an den Hofgarten ist im historischen Gebäude das Graduiertenzentrum untergebracht. Es koordiniert das Förderprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs. In Erinnerung an den ersten Hausherrn hat es den Namen „Argelander-Programm“ erhalten.