Betrügerische Anrufe

Abzocke durch falsche Microsoft-Mitarbeiter

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs spricht von einer "unlauteren geschäftlichen Handlung".

Die Polizei warnt davor, jegliche persönliche Daten an Fremde herauszugeben.

21.04.2017 Bonn. Die Polizei warnt vor einer weiteren Telefon-Betrugsmasche. Die Täter geben sich als Service-Techniker aus und erschleichen sich so Zugriff auf den Computer sowie persönliche Informationen. Diese sollten nie telefonisch herausgegeben werden.

Wer von einem Microsoft Service-Techniker angerufen wird, den er weder beauftragt hat, noch kennt, sollte den Hörer am besten gleich auflegen.

Die Kriminalpolizei Bonn warnt vor solchen betrügerischen Anrufen, die meist aus dem Ausland anrufen und oft englich, aber auch deutsch mit Akzent sprechen.

Eine häufige Masche ist die Behauptung, dass der Rechner des Betroffenen einen Virus habe, der entfernt werden muss. Dafür soll dann eine "Remote-Software" herunter geladen und ein Code eingegeben werden. Dadurch erlangen die Betrüger dann Zugriff auf den PC.

Die Täter fordern entweder jetzt schon Geld für die "Leistung", oder manipulieren den Computer so, dass er vorerst nicht benutzt werden kann. Um das Gerät wieder freizuschalten erpressen sie dann Geld, das meist per Online-Bezahlung überwiesen werden soll. So erschleichen sich die Betrüger Konto- und Kreditkarteninformationen.

Grundsätzlich gilt, dass die Firma Microsoft keinen User ihrer Software persönlich kontaktieren und den Zugang auf einen Computer verlangen würde.

Solche Betrugsmaschen sind schon seit längerem bekannt, so warnte die Polizei zum Beispiel bereits vor falschen Anrufen von Mitarbeitern der Verbraucherzentrale oder der Polizei selbst, die persönlich Daten erfragen. Diese sollten auf gar keinen Fall an fremde Personen herausgegeben werden, vor allem wenn der Dienstleister nicht selbst kontaktiert wurde, sondern "von sich aus" anruft.

Es sollten am Rechner keine Internetseiten oder Programme (etwa Team-Viewer) geöffnet werden, auch wenn man dazu aufgefordert wird. Auch persönliche Angaben, wie zum Beispiel Passwörter, die persönlichen Lebensverhältnisse, Seriennummern, Kontodaten oder Kreditkartennummern sollten niemals telefonisch weiter gegeben werden. Das gilt auch für Dienstleistungen oder Verträge, die am Telefon abgeschlossen werden.

Die Kriminalpolizei rät Betroffenen einer solchen Straftat, sofort ihre Bank sowie Kreditinstitut zu benachrichtigen und Anzeige zu erstatten. (ga)