Vespa-Club in Bonn

Abrolltour beendet für dieses Jahr die organisierten Ausflüge

Noch einmal brechen die Mitglieder des Vespa-Clubs auf. Bis zum Frühjahr ist es die letzte vom Club organisierte Tour. FOTO: HORST MÜLLER

Noch einmal brechen die Mitglieder des Vespa-Clubs auf. Bis zum Frühjahr ist es die letzte vom Club organisierte Tour.

BONN. Was sich Abrolltour nennt, muss nicht zwangsläufig so verstanden werden, als wenn die Vespas bis zum kommenden Frühjahr eingemottet werden. Der Vespa-Club beendete gestern mit seiner Abrolltour nur die Zeit der gemeinsamen Ausfahrten, die vom Club organisiert werden.

Toni Otto war der Tourguide, der die Abrolltour organisiert hatte. Vom Potsdamer Platz aus ging es durch das Bergische Land, wo man gegen 12.30 Uhr in Winterscheid sein wollte, um dort am Kartoffelfest teilzunehmen. Der dortige Heimatverein hatte den Vespa-Club eingeladen - Kunststück, Otto ist dort Mitglied. Dort wurden nicht nur die Roller ausgestellt, sondern man bot auch Mitfahrmöglichkeiten für die Kinder rund um den Dorfweiher an.

Nach dem Mittagessen ging es dann über Hatterscheid und Eitorf weiter nach Herchen. Die Teilnehmer waren dort zu Gast im Kurpark-Café, die die legendäre Eissplittertorte serviert wurde. Über Schladern, Rosbach fuhr man dann nach Altenkirchen; von dort über Hachenburg zur Alpenroder Hütte. Die Rückfahrt erfolgte schließlich über die Westerwälder Seenplatte.

Eine feine Tour, die Toni Otto, der ein erfahrener Motorradfahrer und erst seit Anfang 2015 Mitglied im Vespa-Club ist, zusammengestellt hatte - eine rechtsrheinische Sightseeing-Tour von gut 130 Kilometern.

Auch wenn nur Roller mit großen Nummernschildern, also mit einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern aufwärts, an dieser Tour teilnehmen durften, sollte nicht gerast und auch nur wenig Autobahn benutzt werden. Cruisen in der Gruppe war angesagt. Wobei das Fahren in der Gruppe sowohl bei den Roller- wie auch bei den Motorradfahrern gelernt sein will.

Bei den Rollern, 16 waren gemeldet, war alles am Start vertreten, was der Piaggio/Vespa-Konzern im Angebot hat beziehungsweise hatte. Denn das älteste "Flöppchen" war eine Vespa, die über 100 000 Kilometer auf dem Buckel hatte. Es sollen auch, so wurde gefrotzelt, "Tupperdosen" und "Plastikkisten" am Start gewesen sein.

Was die Abrolltour am Ende einer Saison, ist die Anrolltour zu Beginn. Diese führte im Mai dieses Jahres über Much nach Overath, von dort zirka 60 Kilometer durch das Bergische Land bis nach Buchholz. An- und Abrolltouren sind die offiziellen Touren, die der Club im Laufe eines Jahres organisiert. Darüber hinaus führten weitere Touren einzelne Grüppchen des Clubs in diesem Jahr zum Vespa-Treffen nach Hamburg, wo der örtliche Vespa-Club sein 65-jähriges Bestehen feierte.

Eine andere Tour führte sie nach Kroatien, wo im Juni die "Vespa World Days 2015" stattfanden. Peter Höhner, der dabei war, konnte bestätigen, dass es wirklich ein Welttreffen war. Denn einige Teilnehmer kamen beispielsweise aus Japan. Und er freut sich schon heute auf die nächsten World Days, die im kommenden Jahr in Saint Tropez stattfinden werden. Doch jetzt musste erst einmal "abgerollt" werden.