Deutsch-Irische Gesellschaft feiert Geburtstag

60 Jahre im Dienste der Völkerverständigung

Das 60-jährige Bestehen feierten (von links) Brian Mandt, Bärbel Bestler, John Lynam sowie Stefan Odenthal mit den Gästen.

Bonn. "Happy Birthday" feierten die Mitglieder der Deutsch-Irischen Gesellschaft anlässlich des 60-jährigen Bestehens ihrer Gesellschaft in Bonn. Irische Kultur und Geschichte den deutschen Mitmenschen näherzubringen, ist eines der Ziele des Vereins. Dichterlesungen, Konzert- und Filmabende oder auch mal eine Reise nach Irland helfen dabei, den Zugang zu dem kleinen Land zu bekommen.

"Wir möchten zur Völkerverständigung beitragen", erklärte Vizepräsident und Schatzmeister Stefan Odenthal. Er selbst entdeckte seine Liebe zu Irland nach dem bestandenen Abitur. Sein Vater schenkte ihm damals zur Belohnung eine Reise dorthin. "Seitdem hat es mich immer wieder nach Irland gezogen. Das Mystische, die altirischen Sagen, die Musik, die Landschaft, die alten Mauern, die unkomplizierte Art der Menschen und auch die Sprache faszinieren und begeistern mich bis heute", so Odenthal.

Mehrere multinationale Ehen wurden in den sechs Jahrzehnten von Mitgliedern der Deutsch-Irischen Gesellschaft geschlossen. Eilis Hicke kommt ursprünglich aus Dublin. Sie ist in Bonn mit einem Deutschen verheiratet. Zur Deutsch-Irischen Gesellschaft kam sie ursprünglich, weil sie dort Anknüpfungspunkte zu ihrer Heimat suchte - und auch fand. Begeistert erzählte sie von einem Vortrag von Timothy Severin, einem britischen Abenteurer und Historiker, der besonders durch seine Reisen auf den Spuren historischer Persönlichkeiten bekannt wurde. In seinem Buch "The Brendan Voyage" erzählt er über seine Segelreise von Irland nach Neufundland auf den Spuren des Heiligen St. Brendan, der im sechsten Jahrhundert die Atlantiküberquerung in einem kleinen Lederboot vorgenommen hatte.

Die Feier in kleinem Kreis fand im Hotel Hilton statt. "Wir könnten gut ein paar Mitglieder mehr vertragen", sagte Stefan Odenthal. Das Programm wurde musikalisch von Thomas Kannmacher (Irischer Dudelsack, die "Irish Uilleann Pipes) und Anna Lück (Harfe) mit irischer Folkmusik untermalt. Dazu gehörten feurige irische Tänze genauso wie sanfte Balladen.