Bonn-Fest 2016

350.000 Besucher zieht es in die Innenstadt

Bonn. Zwei Bühnen, zahlreiche Verkaufsstände und ein verkaufsoffener Sonntag: Das Bonn-Fest lockte am Wochenende zum 19. Mal etwa 350.000 Besucher in die Innenstadt. Sie konnten von Freitag bis Sonntag nach Lust und Laune schlendern, shoppen und schlemmen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein City-Marketing. Über einhundert Stände, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und Menschen, die sichtlich entspannt und mit guter Laune durch die Straßen spazierten – so bunt erlebt man die Bonner Innenstadt selten.

Für jeden Geschmack war etwas dabei: Während sich die einen durch das große kulinarische Angebot aus aller Herren Länder probierten, gingen andere in den offenen Geschäften einkaufen oder schauten den vielen Künstlern zu, die auf Bühnen auf dem Münsterplatz und dem Marktplatz auftraten.

So zum Beispiel die Band „Room Service“, die das Publikum auf dem Münsterplatz unter anderem mit Coverversionen von Status Quo und Creedence Clearwater Revival begeisterte. Im Anschluss stellte der Journalist und Historiker Martin Wein sein Buch „Bonn ist spitze!“ vor, in dem er 100 Gründe anführt, warum Bonn ein lebenswerter Ort ist. Indes wurden auf dem Marktplatz bei einer Castingshow die „Bonn-Stars 2016“ in den Disziplinen Gesang und Tanz gesucht. Das Rennen machten Sängerin Franziska Hesse (21) und Tänzerin Vera Merker (17).

Zum Abschluss die "Ode an die Freude"

Danach enterte „The Voice Kids“-Kandidat Noel (14) die Bühne und brachte mit einer Akustikshow Teenie-Herzen zum Schmelzen. „Für mich ist das Bonn-Fest etwas ganz besonderes“, sagte der junge Fernsehstar. „Mit einem Auftritt hier vor zwei Jahren hat alles für mich angefangen, und ich war vor dem Konzert schon etwas aufgeregt.“

Am Wochenende traten zudem die Band Querbeat und Anna Maria Zimmermann auf. Das große Finale wurde von Mitsing-Barde Guido Liska bestellt, der mit seinem Publikum zum feierlichen Abschluss die „Ode an die Freude“ anstimmte.

Bei den Besuchern kam das Programm gut an: „Ich war hauptsächlich wegen der Live-Bands hier“, sagte Soraya Ali aus Sankt Augustin. „Nebenbei habe ich aber auch ein bisschen Schmuck eingekauft.“ Einige Besucher kamen aber auch einfach nur, um die Atmosphäre zu genießen. „Die Menschen hier strahlen Gemütlichkeit aus“, sagte zum Beispiel Christel Schmidt aus Bonn. „Ich finde es einfach schön, durch die Stadt zu laufen und mir alles anzuschauen.“

Über 20 Prozent mehr Umsatz

„Zum Glück hat das Wetter mitgemacht“, sagte Maike Reinhardt vom Verein City-Marketing. „Weil es an allen drei Tagen relativ trocken geblieben ist, konnten wir sehr hohe Besucherzahlen verbuchen.“ Insgesamt hätte das Bonn-Fest rund 350.000 Menschen in die City gezogen, so Reinhardt. „Die Zahl ergibt sich aus der Auslastung der Parkhäuser und der Auswertung der sonstigen Parkplatzsituation rund um die Innenstadt.“

Über den Besucheransturm freute sich auch der Einzelhandel. Laut Angeben des Vereins konnten die Geschäfte im Schnitt über 20 Prozent mehr Umsatz verbuchen als im vergangenen Jahr. Auch der vom Verein organisierte Spenden-Marathon für die City-Station der Caritas war ein Erfolg: Laut Reinhardt kamen fast 1000 Euro zusammen.