Festmatinee

25 Jahre Ja zum Leben

Zahlreiche junge Künstler standen bei der Festmatinee im Pantheon-Theater auf der Bühne.

Zahlreiche junge Künstler standen bei der Festmatinee im Pantheon-Theater auf der Bühne.

Bonn. 25 Jahre Ja zum LebenBonn Lighthouse feiert sein Silberjubiläum mit einer Festmatinee im Pantheon.

Bonns erster Hospizdienst mit betreutem Wohnen, der Hospizverein Bonn Lighthouse, wird in diesen Tagen 25 Jahre alt. Das sind 25 Jahre "Ja zum Leben" und Anlass für eine Festmatinee im Pantheon-Theater in Beuel.

"Das ist mittlerweile die vierte Veranstaltung, die wir gemeinsam mit dem Pantheon machen, die erste hier in Beuel. Hier zeigt sich das große Engagement des Theaters im sozialen Bereich", erklärt Sabine Schulze von Bonn Lighthouse vorweg.

Pantheon-Chef Rainer Pause sagte dazu: "Es gibt viele Menschen, die schwer krank sind, die aber weder Geld noch Freunde oder Verwandte haben, um in der letzten Zeit, die sie noch zur Verfügung haben, richtig betreut zu werden. Deshalb finde ich alle, die etwas dafür tun, immer sofort unterstützenswert."

Bonns Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel forderte in ihren Begrüßungsworten: "Die Arbeit muss einem breiten Publikum sichtbar gemacht werden." Und die Vorsitzende vom Hospiz- und PalliativVerband NRW rief die Besucher auf: "Werden Sie Mitglied in einem kleinen, aber starken Verein."

Gestaltet von Bonner Künstlern und Poetryslammern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit dabei waren die Rap-Singer-Songwriter Simon & Ingo, Micha Marx mit Kritzelklamauk, Zauberkünstler Toby Rudolph, die Poetryslammer Christian Bartel und Anke Fuchs sowie die Singer-Songwriter Max Scheer und Makeda Purple. Die Künstler, alles junge Lokalmatadoren, traten ohne Gage auf, die Einnahmen gingen direkt als Spende an Bonn Lighthouse.

Der Verein wurde 1992 von Bürgerinnen und Bürgern gegründet, die in der Region Bonn die Initiative ergriffen haben, Menschen mit chronischen Erkrankungen zu begleiten. 1995 wurde in der Bornheimer Straße 90 das Wohnprojekt des Vereins eröffnet. Hier leben seitdem bis zu 16 Personen in Einzelappartements.

Sie werden psychosozial begleitet und bei Bedarf durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt. Das Leitbild orientiert sich an den Grundsätzen: Respekt und Wertschätzung, Toleranz und Offenheit, ganzheitlich und individuell, selbstbestimmt und selbstverantwortlich, Transparenz und Vernetzung. Der Leitsatz lautet von Anfang an "Ja. Zum Leben."

Der Verein

Bonn Lighthouse wurde im Juni 1992 als gemeinnütziger Verein für Hospizarbeit gegründet. Er ist überkonfessionell und politisch unabhängig. Zurzeit wird er von rund 85 Mitgliedern getragen. Er setzt sich für die Belange chronisch kranker, sterbender Menschen ein mit besonderer Berücksichtigung der von HIV und Aids betroffenen Menschen. Der Verein hat zurzeit sechs hauptamtliche und 35 ehrenamtliche Mitarbeiter. Schirmherr ist Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm. Die Arbeit umfasst den Ambulanten Hospizdienst, die Patienten- und Angehörigenbegleitung in der Universitätsklinik Bonn (Station Ehrlich), ein Wohnprojekt mit Modellcharakter im Bonner Norden und die Aktualisierung der "Patientenverfügung in einfacher Sprache - Zukunftsplanung zum Lebensende: was ich will". Kontakt: www.bonn-lighthouse.de.