Nach Messerstecherei in der Bonner Innenstadt

18-jähriger mutmaßlicher Messerstecher wieder auf freiem Fuß

Bei dem Messerangriff hat der Täter dem Türsteher schwere Verletzungen zugefügt.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten in der Bonner Innenstadt war am Dienstag, 22. Januar 2018 eine Person verletzt worden.

Bonn. Nach der Messerstecherei in der Bonner Innenstadt hat die Polizei am Donnerstagmorgen einen Tatverdächtigen in Meckenheim festgenommen. Nach der Vernehmung wurde er wieder frei gelassen, gegen ihn wird derzeit ermittelt.

Die Bonner Polizei hat am Donnerstagmorgen einen 18-jährigen aus Meckenheim als mutmaßlichen Messerstecher festgenommen. Der junge Mann steht im Verdacht, am Dienstag gegen 15.20 Uhr in der Bonner Innenstadt einen 17-jährigen mit mehreren Stichen verletzt zu haben.

Nachdem sich die Hinweise auf den 18-Jährigen als möglichen Täter verdichtet hatten, durchsuchten Polizeibeamte am Donnerstagmorgen auf richterlichen Beschluss die Wohnung des Verdächtigen und nahmen ihn mit.

Wie die Ermittler anschließend mitteilten, gab der 18-Jährige die Tat jedoch nicht zu und machte insgesamt zu dem Vorwurf keine Angaben. Auch die Tatwaffe konnte nicht bei ihm sicherstellt werden.

Da der Meckenheimer bisher nicht vorbestraft ist und nach Ermittlerangaben die Haftgründe der Wiederholungsgefahr, Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr nicht vorliegen, wurde er nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Feststellung seiner Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt.

Ermittler machen keine Angaben zum Tathergang

Nach GA-Informationen stand er zwar früher einmal im Verdacht, eine Körperverletzung begangen zu haben, doch das Verfahren verlief ohne Ergebnis. Aktuell läuft läuft gegen ihn allerdings ein Verfahren wegen Diebstahls. Nach Auskunft der Strafverfolgungsbehörden dauern die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung im Fall der jüngsten Messerattacke an.

Zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf des Tatgeschehens wollten die Ermittler jedoch noch keine Angaben machen. Wie sie mitteilten, konnte das 17-jährige Opfer des Angriffs, das nach GA-Informationen drei nicht gravierende Stichverletzungen in Arm, Gesäß und Rücken erlitt, das Krankenhaus am Mittwoch wieder verlassen.

Nach GA-Informationen stand er zwar früher einmal im Verdacht, eine Körperverletzung begangen zu haben, doch das Verfahren verlief ohne Ergebnis. Aktuell läuft läuft gegen ihn allerdings ein Verfahren wegen Diebstahls.

Schlägerei bei Polizei gemeldet

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten in der Bonner Innenstadt war am Dienstag eine Person verletzt worden. Wie die Bonner Polizei mitteilte, wurde den Beamten gegen 15.30 Uhr eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten in der Nähe der Cassius-Bastei gemeldet. Im Laufe der Auseinandersetzung und noch vor Eintreffen der Polizei soll ein bislang unbekannter Beteiligter ein Messer gezückt und mehrfach zugestochen haben.

Das Opfer erlitt nach ersten Infos der Polizei eine Stichverletzung im Bereich des Beins. Er wurde am Busbahnhof von Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwoch konnte der 17-Jährige das Krankenhaus wieder verlassen.

Zeugen hatten den Täter folgendermaßen beschrieben: Er sei 18 bis 20 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß. Der junge Mann sei schlank gewesen und soll schwarze Haare haben, die an den Seiten des Kopfes ausrasiert und zu einem Zopf zusammengebunden waren. Der Täter habe eine auffällige Tätowierung getragen und Deutsch mit Akzent gesprochen.

Bei der Auseinandersetzung handelte es sich bereits um die dritte Messerattacke innerhalb von rund anderthalb Wochen. Erst in der Nacht zum Sonntag wurde ein 25-Jähriger auf dem Marktplatz durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter in diesem Fall war ein 21-jähriger Mann, der – wie auch sein Opfer – marokkanischer Abstammung ist. Ob zwischen diesem Vorfall und dem Geschehen vom Dienstag ein Zusammenhang besteht, ist jedoch nicht bekannt.

Eine Woche zuvor war ein 22 Jahre alter Mann vor einem Lokal an der Wilhelmstraße durch einen polizeibekannten Ex-Rocker attackiert worden. Die Wohnung des 29-Jährigen wurde durch ein SEK gestürmt, die Suche nach ihm blieb bisher aber erfolglos.