Uni Bonn und Riegel-Stiftung

18 Bonner Schüler für Facharbeiten prämiert

Die Preisträger mit Prorektorin Karin Holm-Müller (v.l.) und Reinhard Schneider, dem Vorstandsvorsitzenden der Dr. Hans Riegel-Stiftung im Festsaal der Bonner Uni.

Die Preisträger mit Prorektorin Karin Holm-Müller (v.l.) und Reinhard Schneider, dem Vorstandsvorsitzenden der Dr. Hans Riegel-Stiftung im Festsaal der Bonner Uni.

Bonn. Die Universität Bonn und die Dr.-Hans-Riegel-Stiftung haben am Mittwoch die Preise für die besten Schüler-Facharbeiten aus Bonn und der Region verliehen.

115 Schülerinnen und Schülern hatten sich in diesem Jahr um die zum zwölften Mal von der Bonner Universität und der Dr.-Hans- Riegel-Stiftung ausgeschriebenen Fachpreise beworben. 18 von ihnen nahmen jetzt im Festsaal der Bonner Uni die mit Geld- und Sachpreisen verbundenen Urkunden aus den Händen von Prorektorin Karin Holm-Müller und Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzenden der Riegel-Stiftung, entgegen.

Prämiert wurden die jeweils drei besten eingereichten Facharbeiten aus den Unterrichtsfächern Biologie (37 Arbeiten), Geografie (22), Mathematik (12), Chemie (10), Physik (19) und Informatik (5). Teilnahmeberechtigt waren Schüler aller Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs in Bonn und aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

Anders als in der Schule wurden die Facharbeiten, die Fragen wie beispielsweise „Sind Elektroautos ein Gewinn für die Umwelt?“, „Wie lösen sich Verkehrsstaus auf?“ oder „Welche Bakterien besiedeln Münzen?“ nachgingen, nicht mit Zensuren benotet, sondern durch eine Rangfolge der jeweils drei besten im Rahmen des Wettbewerbs eingereichten Arbeiten bewertet. Die Fachlehrer der Schulen begleiteten dabei die Entstehung der Arbeiten. Wissenschaftler der Universität Bonn begutachteten nach wissenschaftlichen und formalen Kriterien (Rechtschreibung, Quellenangaben und Vollständigkeit von Anhängen) die Arbeiten.

Medizintourismus und Morphin-Wirkung

Mit ihrer Geografie-Arbeit „Medizintourismus in Bad Godesberg – Chancen und Risiken“ kam die 18-jährige Lara Mirchandani von der Integrierten Gesamtschule in Beuel auf den zweiten Platz im Fach Geografie. Mit einer ausführlichen Begehung und Beschreibung des Stadtbezirks und einer damit verbundenen Fotodokumentation überzeugte sie ihre Gutachter. Die 18-Jährige kommt zu dem Schluss, dass, bei allem wirtschaftlichen Erfolg für Bad Godesberg, die Kommunikation zwischen Einheimischen und fremden Kulturen zu wenig Berücksichtigung findet. Einer ihrer Lösungsansätze ist, die Medizintouristen frühzeitig mit den Regeln in Deutschland vertraut zu machen.

„Alleine die Frage nach der Wirkungsweise von Morphinen in unserem Körper hätte für eine gute Facharbeit vollständig ausgereicht“, lobte Gutachter Robert Glaum das hohe Niveau der Facharbeit von Charlotte von dem Knesebeck (17) vom Amos-Comenius-Gymnasium. Sie belegte mit ihrer Arbeit „Computergestützte Modellierung der Wirkungsweise des Schmerzmittels Morphin“ den ersten Platz bei den Chemie-Facharbeiten. „Das Thema hat mich beschäftigt, seit das Leben meiner Oma durch Morphine wesentlich erleichtert wurde“, erklärt die Gymnasiastin. Ihre wissenschaftliche Vorgehensweise konnte Glaum „vollständig überzeugen“.

Für den ersten Platz gab es jeweils 600 Euro, für den zweiten 400 Euro und für den dritten 200 Euro. Die Schulen der Erstplatzierten erhielten als Anerkennung außerdem jeweils einen Sachpreis.