Internationales Bonn

17 Millionen für Ausbau des UN-Standorts

Das World Conference Center Bonn (WCCB): Stadt und Bund haben eine Vereinbarung zur Förderung des UN-Standorts getroffen.

Das World Conference Center Bonn (WCCB): Stadt und Bund haben eine Vereinbarung zur Förderung des UN-Standorts getroffen.

Bonn. Stadt und Bund haben eine Fördervereinbarung getroffen. Das Geld könnte in die Sanierung des ehemaligen Plenarsaals und ins Haus der Natur fließen.

Nach der Ankündigung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im vorigen Jahr, der Bundesstadt Bonn 2016 weitere 17 Millionen Euro für das WCCB und zur Stärkung des UN-Standorts zur Verfügung stellen, soll das Geld jetzt endlich fließen.

Der Stadtrat hatte am Donnerstagabend in seiner nichtöffentlichen Sitzung eine Fördervereinbarung zur „Stärkung des UN-Standorts Bonn“ zwischen dem Bund und der Bundesstadt Bonn gebilligt und damit den Weg freigemacht für Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro. Darüber freuen sich die drei Bonner Bundestagsabgeordneten Claudia Lücking-Michel (CDU), Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne) ganz besonders.

„Das Geld stammt aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes, das im Bundeshaushalt 2016 auf Betreiben von Bundesbauministerin Barbara Hendricks eingestellt wurde“, erläuterte Kelber, „und es ist sicher gut in die Zukunft Bonns investiertes Geld“.

Finanziert werden könnten nun auch Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Plenarsaal und die Ausgestaltung des Platzes der Vereinten Nationen. Ebenso möglich würden durch die Bundesmillionen der Ausbau des Hauses der Natur auf der Waldau zum internationalen Umweltzentrum und Maßnahmen an der Bonn International School“, so Lücking-Michel.

Wie berichtet, plant die Stadt Bonn schon lange den auf 1,4 Millionen Euro kalkulierten Umbau des Hauses der Natur in ein modernes Waldinformationszentrum mit einer Ausstellungsfläche von bis zu 680 Quadratmetern.

„Das ist ein guter Beitrag zur Stärkung des UN-Standortes Bonn und trägt sicher zu einer Verbesserung der Bewerbungschancen für Bonn bei der Ansiedlung weiterer internationaler Institutionen bei“, zeigte sich auch Dörner überzeugt. Für die Abgeordneten gehört zum Ausbau der UN-Stadt Bonn allerdings auch eine weiterhin starke Präsenz der Bundesregierung in der Stadt, machten alle drei deutlich.