Nach Sprengung des Bonn-Center

101,5 Meter hoher Neubau möglich

Bonn. 60 Meter und 18 Geschosse maß das Bonn-Center, das am Sonntagmittag planmäßig gesprengt wurde. Der Neubau an derselben Stelle könnte bis zu 28 Geschosse erhalten.

Wo bis zum Sonntagvormittag noch das Bonn-Center stand, ist nur noch ein Schutthaufen zu sehen. Bald entsteht an selbiger Adresse wieder ein Hochhaus, zu dem kleinere Riegel gehören. Die Rede ist von einem Hochhaus mit einer Höhe von maximal 101,5 Metern. Das sind 41,5 Meter mehr, als das ehemalige Bonn-Center maß.

Jedenfalls ist die Stadtverwaltung gewillt, dem Investor im Bebauungsplan die Option einzuräumen, deutlich höher bauen zu können, als bisher geplant war. Ursprünglich war stets nur von einem etwa 80 Meter hohen Hochhaus mit bis zu 18 Geschossen die Rede, das von drei flacheren Gebäuden mit jeweils bis zu sechs Etagen umgeben werden soll. Das neue Stadtquartier soll im Jahr 2020 fertiggestellt werden und umfasst rund 70.000 Quadratmeter Nutzfläche. Baubeginn ist wohl Anfang 2018.

Lediglich in groben Zügen ist bisher die Planung bekannt, mit der Art Invest das Kölner Büro JWSD Architekten beauftragt hat. So soll wieder ein Gebäudeensemble auf dem Areal entstehen, wovon der höchste Teil bis zu 101,5 Meter hoch werden darf. Die Nutzfläche soll mit 70.000 Quadratmetern doppelt so viel wie bisher betragen und Platz für rund 3.000 Beschäftigte bieten. Die bisherigen Planungen sehen zudem ein Parkhaus mit rund 1000 Stellplätzen vor.

„Der Bebauungsplan soll keine Anzahl von Geschossen, sondern eine maximale Gebäudehöhe festsetzen“, erklärte Stadtsprecherin Monika Hörig auf GA-Nachfrage im Oktober. Vorgesehen sei die maximale Höhe von 101,5 Metern, welche 28 Geschossen entspreche. Das Hochhaus bilde einen Hochpunkt an der Reuterstraße, der gleichzeitig den neuen Quartierplatz markiere. „Stadträumlich ist der Punkt richtig gewählt und an diesem Standort auch vertretbar“, gab Hörig die Meinung der Verwaltung wieder. Derzeit werde die Offenlage für den Bebauungsplan vorbereitet. Das letzte Wort hat der Stadtrat.