Sanierung der Bonner Beethovenhalle

100.000 Euro fürs Kupferdach

Bei der Spendenübergabe: Benedikt Buhl (von links), Reinhard Rösler, Wolfgang Fuchs und Hans Hinterkeuser vor dem Bauzaun an der Beethovenhalle.

Bei der Spendenübergabe: Benedikt Buhl (von links), Reinhard Rösler, Wolfgang Fuchs und Hans Hinterkeuser vor dem Bauzaun an der Beethovenhalle.

Bonn. Die Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Sanierung der Beethovenhalle. Insgesamt wird sie nach bisherigem Stand 61,6 Millionen Euro kosten.

Nachdem die Stiftung Denkmalschutz vor knapp einem Jahr mit dem Verein Pro Beethovenhalle eine Spendenkampagne für die wegen Sanierungsarbeiten seit Herbst 2016 geschlossene Beethovenhalle gestartet hat, nahm Stadtdirektor Fuchs als verantwortlicher Projektleiter am Mittwochmorgen die damals angekündigten 100.000 Euro der Stiftung als einen Beitrag für die Sanierung des Kupferdaches entgegen.

Die Kosten für die Grundsanierung der denkmalgeschützten Halle liegen derzeit bei 61,6 Millionen Euro und sind damit nochmals um 1,62 Millionen Euro gestiegen. Im Zuge der weiteren Ausführungsplanung hatte das Städtische Gebäudemanagement (SGB), wie berichtet, festgestellt, dass in der Decke des Saals umfangreichere Brandschutzmaßnahmen notwendig sind als gedacht.

Weitere Punkte waren die Lüftungskanäle aus Asbestzement, die in die Wände einbetoniert sind und nun entfernt und gesondert entsorgt werden müssen. Zudem sind im Dachtragwerk über dem Saal Stahlbaumaßnahmen zur Verbesserung der Statik notwendig.

Auf die Frage, ob er nun weitere Kostensteigerungen ausschließt, verwies Fuchs auf die Unwägbarkeiten durch die eben erst begonnenen Ausschreibungen und darauf, dass er stets darauf hingewiesen habe, dass die Kostenberechnung mit einem Schwankungsrisiko von 20 Prozent nach oben oder unten behaftet sei.

Die Spende der Stiftung fließt in die insgesamt 700.000 Euro teure Sanierung des Kupferdaches der Halle, das nach einem Sturmschaden vor einigen Jahren nur provisorisch geflickt worden war. Zur symbolischen Scheckübergabe hatten nicht nur Fuchs und sein technischer Projektleiter Günter Schikorra sowie Benedikt Buhl vom Vorstand der DSD den Weg auf die Baustelle gefunden. Nicht entgehen lassen wollten sich diesen wichtigen Augenblick auch Reinhard Rösler, Vorsitzender des Vereins Pro Beethovenhalle, und dessen Geschäftsführer Hans Hinterkeuser.

Letzterer rezitierte aus diesem Anlass vor den versammelten Herren im Foyer der Beethovenhalle einen kleinen Reim auf Bönnsch über den „Schmutzfleck“, der durch die Flickarbeiten auf dem Dach entstanden war und seither weithin sichtbar ist. Der Verein setzt übrigens nach wie vor auf Spenden von Bürgern. Rund 110.000 Euro seien bisher eingegangen, sagte Hinterkeuser. Informationen zur Spendenkampagne sind im Internet unter www.rettet-die-beethovenhalle.de zu finden.