Interview mit Rock-im-Tal-Organisator Dennis Schreiner

„Wir wollen mehr Menschen ins Derletal locken“

Dennis Schreiner ist Gitarrist der Coverband Coldstack. Er ist 41 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. Schreiner ist selbstständig und wohnt in Duisdorf.

Dennis Schreiner ist Gitarrist der Coverband Coldstack. Er ist 41 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. Schreiner ist selbstständig und wohnt in Duisdorf.

Das Derletalfest am Samstag, 2. Juni, wird durch Rockmusik aufgewertet, nämlich durch die Veranstaltung Rock im Tal, die es fünf Jahre lang gab und die im vorigen Jahr ersatzlos ausfiel. Mit Mitveranstalter Dennis Schreiner sprach GA-Redakteur Rolf Kleinfeld.

Wie kam es, dass „Rock im Tal“ nach der Absage 2017 nun reaktiviert werden konnte?

Dennis Schreiner: Thomas Uhlig von der Stadt Bonn kam auf uns zu, er sah Rock im Tal immer als gelungene und attraktive Veranstaltung an. Beim Derletalfest ist die Herausforderung, gerade das jüngere Publikum oder junge Familien anzusprechen. Mit einem breiteren und attraktiveren Musikprogramm versuchen wir nun, gemeinsam mehr Menschen ins Derletal zu locken.

Warum der Termin weit vor den Sommerferien?

Schreiner: Den größten Einfluss bei Open-Air-Veranstaltungen hat ja immer das Wetter. Da der Sommer ständig recht belegt ist mit Terminen und auch die Fußball-WM stattfindet, stand relativ schnell fest, dass der 2. Juni der geeignetste Tag wäre.

Wer trägt das finanzielle Risiko, wenn es regnet und deshalb nicht viele Besucher kommen?

Schreiner: Veranstalter ist die Stadt Bonn, sie trägt damit das Risiko. Das Rock-im-Tal-Team arbeitet wie die letzten Jahre ehrenamtlich.

Wer bestimmt die Bands, die bei dem Festival auftreten?

Schreiner: Das macht das Rock-im-Tal-Team. Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr wieder für jeden Geschmack etwas dabei haben.

Bleibt es bei dem Namen „Rock im Tal“?

Schreiner: Das steht noch nicht fest. Das Derletalfest mit seinem Logo ist über den Hardtberg hinaus bekannt und seit Jahren ein Garant für ein tolles Familienfest mit familienfreundlichen Preisen. Das ändert man nicht mal so eben und gibt eine Marke auf. Wir stehen aber mit der Stadt Bonn in Kontakt, und dort rauchen wohl immer noch die Köpfe, wie man beides namentlich und visuell am Besten zusammenbringt. Wir danken aber schon mal sehr dem Team des städtischen Presseamtes für die tolle Unterstützung.

Das hört sich nach einer Win-win-Situation für beide Seiten an, oder?

Schreiner: Ja und nein. Mit der Zusammenlegung ist die räumliche Situation eine ganze andere als früher, aber musikalisch und am Stil des Line-Ups wird sich nichts ändern. Wichtig für die Besucher ist: Das Rock-im-Tal-Bühnenprogramm findet auf der unteren Talwiese statt.

Gibt es weitere Dinge, mit denen die Stadt das Festival unterstützt?

Schreiner: Ja, eine große Bitte von uns war, die Werbung über den Stadtbezirk hinaus zu erhöhen. Dieses Jahr werden wir in ganz Bonn an gezielten Punkten Plakate und Banner aufhängen dürfen und auch auf digitalen Infoscreens vertreten sein. Auch dadurch erhoffen wir uns eine höhere Aufmerksamkeit und einen guten Besucherzuspruch.

Wie haben der Ortsfestausschuss und der Spielmannszug Rot-Weiß als Ex-Mitveranstalter auf diese Fusion reagiert?

Schreiner: Erst mal möchten wir dem Spielmannszug für fünf tolle Festivaljahre danken, weil er damals die Idee mitgetragen und tatkräftig unterstützt hat. Es waren aber auch der 1. FC Hardtberg, Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Duisdorf und viele Freunde und Bekannte, die es möglich machten, in Duisdorf ein Musikfestival zu veranstalten. Nicht zuletzt auch durch die vielen Sponsoren, die überhaupt erst den finanziellen Rahmen ermöglichten.

Also war die Reaktion positiv?

Schreiner: Ja, als erstes haben wir uns mit dem Spielmannszug abgesprochen, dessen Vorsitzender Otto Knott die Idee super fand. Auch die anderen Beteiligten nahmen es positiv auf. Einige Bedenken, dass die Musik vielleicht zu rockig für das Derletalfest sei, konnten wir ausräumen.

Welche Bands treten da auf?

Schreiner: Drei bis vier Bands stehen schon fest. Wir stehen aber mit vielen weiteren Bands in Kontakt. Zu viel möchte ich noch nicht verraten, aber besonders freuen wir uns auf eine Band, die schon einmal das Rock-im-Tal-Publikum gerockt und begeistert hat. Leider wird sie sich Ende 2018 auflösen. Aber wir sind davon überzeugt, dass die drei Jungs auf ihrer Abschiedstournee noch mal ein wahres Feuerwerk auf der Bühne abliefern werden.

Weitere Informationen gibt es demnächst unter rockimtal-duisdorf.de oder auf Facebook.