Rheinaue

Ärger um Parkplatz für Wohnmobile

Es gibt Ärger um den Wohnmobil-Parkplatz an der Rheinaue.

BONN. Um den neu ausgewiesenen Wohnmobil-Parkplatz an der Ludwig-Erhard-Allee gibt es Ärger bei Besuchern der Rheinaue. Die Schilder seien kaum zu sehen, so der Vorwurf.

Zudem kontrolliere die Stadt gezielt bei dortigen Veranstaltungen. Der Stadtordnungsdienst will nun weitere Schilder aufstellen. "Das ist reine Abzocke", sagt Manfred Höfer. Ende August besuchte der 59-Jährige aus Niederkassel-Mondorf gemeinsam mit seiner Frau, wie schon oft, ein Konzert im Biergarten des Parkrestaurants.

Wie gewöhnlich stellte er sein Auto auf dem kleinen Parkplatz ab, der an der Ludwig-Erhard-Allee nach der Autobahnabfahrt A562 in Fahrtrichtung Süden rechts liegt und über eine Fußgänger-Brücke mit dem Park verbunden ist. Nach der Veranstaltung klemmte ein Strafzettel hinter dem Scheibenwischer. Zehn Euro muss Höfer zahlen. Wie ihm sei es einem Dutzend anderer Rheinauen-Besucher gegangen.

"Ich wusste nicht, dass Pkw hier nicht mehr parken dürfen. Die Schilder sind aus dem Auto heraus kaum zu sehen." Dieser Meinung ist auch Erwin Gerhard aus Siegburg: "Die Hinweisschilder sind kaum erkennbar und schlecht platziert." Ende August wurde er von zwei Politessen von dem Parkplatz verscheucht. "Ich finde es unsinnig, dass ausgerechnet dort nur Wohnmobile parken sollen." An besagtem Abend habe dort nur ein einziges gestanden.

Die Kritik weist die Stadt zurück. Der Parkplatz sei bereits seit Ende April Stellplatz für Wohnmobile. Die Beschilderung sei außerdem eindeutig. Rechts und links der Einfahrt seien die Hinweise gut sichtbar angebracht, teilte der Leiter des Stadtordnungsdienstes, Harald Borchert, mit. Um die Situation noch übersichtlicher zu machen, würden aber in Kürze weitere Schilder aufgestellt.