London Quartet im Haus der Springmaus

Weihnachten auf die feine englische Art

BONN.  Die Briten mögen Jubiläen. Und zwar nicht nur, wenn es um Queen Elizabeth II. und die Dauer ihrer Regierungszeit oder ihrer Ehe mit Prinz Philip geht. Nein auch für eigene Rekorde sind Richard Bryan (Counter-Tenor), Steven Brooks (Tenor), Mark Fleming (Tenor) und Michael Steffan (Bariton) durchaus empfänglich.

Seit 30 Jahren singen sie zusammen, zum zehnten Mal gastierten die vier, die den Namen ihrer 1982 in Cambridge als reine Studentengruppe gegründeten Formation von "Cantabile" in "The London Quartet" geändert haben, schon im Haus der Springmaus.

13 Soloalben, mehr als 2000 Live-Auftritte und rund 200 Fernsehauftritte sowie Konzertreisen in die USA und nach Kanada, in die Türkei, nach Südostasien und nach Japan sprechen dafür, dass The London Quartet den Ruf als "Royals des britischen A Cappella" verdient hat; um das an dieser Stelle mit dem gebotenen Understatement und einem herzlichen Augenzwinkern auszudrücken.

Um ihr Publikum in Endenich auf die feine englische Art auf das Weihnachtsfest einzustimmen, haben sie sich in Irland, Spanien und selbstverständlich auch in ihrer Heimat umgeschaut. Zehn Grad an den Festtagen sind noch lange kein Grund Trübsal zu blasen. Auch wenn "Walking in the Winter Wonderland" ein wenig anders aussieht. Bing Crosbys Traum von der weißen Weihnacht wird wohl auch 2012 einer bleiben; die Schmuseversion mit einem Schuss britischen Humors entschädigt da für so manches.

Die spinnen, diese Briten; die ein ganzes Album mit Songs über den Nationalsport Cricket eingespielt haben, die die Bee Gees aufs Korn nehmen und Elvis. Die in 30 Sprachen singen; das flämische Weihnachtslied zu guter Letzt ist ein eindrucksvolles Beispiel. Bleibt also zu hoffen, dass The London Quartet es der Königin nachtun, was die Zahl der Jubiläen betrifft...

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