Bonner Münster

Konzertstart mit Hindernissen

BONN.  Das Bonner Münster war am Samstagnachmittag gut gefüllt mit Menschen, und die verhielten sich mucksmäuschenstill. Alle warteten auf den Beginn des größten Bonner Mitsing-und-Mitspiel-Konzerts der ökumenischen Kirchenhütte.
Adventssingen in Bonn: Der Blick ins voll besetzte Münster, über die Akteure des Posaunenchores hinweg. Foto: Barbara Frommann

Allerdings verzögerte sich der Beginn ein wenig. Denn die Lampe an einem der Beichtstühle leuchtete hell. Ein Zeichen dafür, dass gerade noch jemand seine Beichte ablegte. Trotzt mehrerer Aufforderungen, das Sündenbekenntnis im Hinblick auf das Konzert zu beenden, blieb der Vorhang zu. Kurzerhand begann die Veranstaltung trotz des besetzten Beichtstuhls.

"Das ist in den fünf Jahren, seitdem wir das Konzert veranstalten, bisher noch nicht passiert", sagten die Organisatorinnen Andrea Osten und Martina Baur-Schäfer. Das störte das Publikum allerdings weniger. Vielen war gar nicht aufgefallen, weshalb sich der Beginn verzögerte.

Unter den Besuchern war auch Jana Besseler mit ihren Eltern. "Ich mag Weihnachten und bin auch recht religiös. Da gehört das einfach dazu", meinte sie. So eine Gelegenheit nutze sie gerne, um kurz inne zu halten. Schließlich sei ein Mitsing-Konzert in einer Kirche schon etwas Besonderes. "Für mich steht Weihnachten auch für Familie und Zusammenhalt", sagte die Studentin. "Man muss sich aber Zeit nehmen und sich darauf vorbereiten. Sonst geht Weihnachten einfach so vorbei."

Ein paar Reihen hinter ihr saßen Gerd und Hildegunde. "Wir waren vor zwei, drei Jahren schon mal dabei und nutzen jetzt noch einmal die Gelegenheit mitzumachen", erklärten sie ihren Besuch in der Basilika. "Außerdem singen wir beide auch in einem Kirchenchor." Allerdings standen auf dem Programm weniger die weihnachtliche Stücke, sondern vielmehr Adventslieder wie etwa "Nun kommt, der Heiden Heiland" und "Es kommt ein Schiff, geladen".

"Unser Schwerpunkt liegt tatsächlich auf Adventsliedern, schließlich ist ja noch Advent und nicht Weihnachten", erklärte Baur-Schäfer. Mit einem Superlativ konnte die Organisatorin die Beliebtheit des Konzertes unterstreichen: "Hier kommt der größte spontane Posaunenchor Bonns zusammen."

Etwa 30 Posaunisten hatten sich spontan in dem Kirchengebäude eingefunden, um den Gesang tatkräftig unter der Anleitung von Dirigent Michael Geffert zu unterstützen.

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