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Ausstellung im DLR-Zentrum
Bonner Gymnasiasten beteiligen sich an Jugend-Kunst-Wettbewerb
Von Fritz Herzog
Bonn. Sie haben Mut bewiesen, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c des Bonner Tannenbusch-Gymnasiums unter ihrem Klassen- und zugleich Musiklehrer Arnt Böhme.
Susanne Kessel mit Schülerinnen und Schülern im DLR-Zentrum. Foto: privat
Denn es gehört schon einiges dazu, sich an einem zusammen mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) international ausgeschriebenen Jugend-Kunst-Wettbewerb zum Thema "Der Mensch im All" zu beteiligen.
Die Initiative samt einer Finanz-Spritze war vom Verein "Bürger für Beethoven" ausgegangen. Unter der künstlerischen Ägide ihres Klassenlehrers und der kompositorischen Anleitung durch David Graham kam unter dem Titel "Emotions beyond the Earth" eine Suite für (von "außen und innen" als "Resonanzkörper" bespieltes) Klavier und "mindestens 17 Assistent/innen" zustande, die - entgegen allgemeiner Erwartung - durchaus irdische Affekte wie "Angst" (vor dem Start), "Aufregung" (vor Unbekanntem), "Warten" und "Langeweile", "Gefahr" und schließlich "Freude" (nach geglückter Mission) klangsprachlich beschreibt.
Authentizität wird suggeriert durch - via Megafon zu Zellophanpapiergeknister und Kurzwellengezwitscher - original nachgesprochenen Dialogen einer Apollo-Mission: Programm-Musik par Excellance, die gute Chancen haben wird, im Frühjahr 2013 (unter über 2000 Bewerbungen) zu den Gewinnern dieser internationalen Ausschreibung zu gehören.
Ausführende der spektakulären Uraufführung im "DLR School Lab" nahe dem Köln-Bonner Flughafen waren die Bonner Pianistin und Klavier-Pädagogin Susanne Kessel samt beteiligter Nachwuchskomponisten und -musiker der Klasse 8 c sowie - ergänzend zu deren knapp 15-minutigem Wettbewerbsbeitrag - Stephan Eisel als Kessels Secondo-Partner in David Grahams "Mr Argelander his Fancy" (am Woodblock: Arnt Böhme).
Darüber hinaus hatte Kessel dem Thema flankierende und den Abend füllend Werke verschiedener Komponisten ins Programm genommen. Sie spielte Werke von Debussy ("Clair de Lune"), Toshi Ichiyanagi, ("Cloud Vein"), Árnie Egilsson ("Borealis"), Karlheinz Stockhausen ("Schütze", "Steinbock" und "Wassermann" aus dem Zyklus "Tierkreis"), Henry Cowell ("Aeolian Harp"), Harold Arlen ("Somewhere") und Galina Ustwolskajas urgewaltige sechste Klaviersonate.
Artikel vom 20.12.2012
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