Hohnderfeldbach

Das Wasser verliert sich an der BGS-Halle

LENGSDORF.  Wenn es gut läuft, wird der hinter dem neuen Wohngebiet in der Grächt angelegte Bachlauf in naher Zukunft doch einmal Wasser führen. Wie die Bonner Stadtverwaltung jetzt dem GA mitteilte, soll dazu nun ein Auftrag ausgeschrieben werden.
Abfluss: Das Rohr verläuft unter der Autobahnabfahrt hindurch bis ins Wäldchen der „Insel“. Doch Wasser floss hier noch nie.
								Foto: Rolf Kleinfeld
Abfluss: Das Rohr verläuft unter der Autobahnabfahrt hindurch bis ins Wäldchen der „Insel“. Doch Wasser floss hier noch nie. Foto: Rolf Kleinfeld

Warum bisher kein Wasser fließt (der GA berichtete am Mittwoch), weiß die Stadt genau. Der Hohnderfeldbach, der oberhalb der alten BGS-Sporthalle nahe der Julius-Leber-Straße entspringt, war seit den 60er Jahren bis Ende 2009 in der Provinzialstraße in den Mischwasserkanal eingeleitet worden.

In den 70er Jahren kam es nach Aktenlage bei einem Starkregen sogar zu einer Überflutung. Der Bach führt seit mehreren Jahren nur noch periodisch Wasser, berichtet das Tiefbauamt.

 Dies liege vor allem an Drainagen im Bereich der ungenutzten BGS-Sporthalle, wo es zu Wasserverlusten komme. Außerdem gebe es Undichtigkeiten an der Bachverrohrung in der Villemombler Straße.

Die Sanierung dieser Rohre mit einem Inlinerverfahren wird deshalb durch das Tiefbauamt ausgeschrieben. Nach GA-Informationen ist es bereits einmal so weit gewesen, allerdings begann die Firma nicht mit der Arbeit, so dass ihr der Auftrag entzogen wurde.

Die Stadt Bonn macht aber nicht viel Hoffnung, dass auch nach einer anderen Nutzung der alten Gallwitzkaserne und den in dem Zuge vorgenommenen Kanalarbeiten viel Wasser im neuen Bachbett ankommen wird.

"Grundsätzlich wird der Hohnderfeldbach, der früher Fischteiche in der Lengsdorfer Hauptstraße speiste, nur eine geringe Wasserführung haben", so das Tiefbauamt. "Dies liegt vor allem an den Veränderungen im Wasserhaushalt, wie sie durch die Autobahn 565 oder Bauprojekte verursacht wurden."

Wie berichtet, hatte das Anlegen des neuen Bachbetts entlang der Lärmschutzwand 28 500 Euro gekostet. Weitere 152 500 Euro waren nötig, Rohre unter der Autobahnzufahrt zu verlegen und das Bachbett im Wald der "Insel" an der Provinzialstraße offen zu legen.

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