Ehemaliges Gebäude des Landesbetriebs Straßen NRW steht leer

Abriss oder Studentenwohnheim

Lengsdorf.  Wie soll es weitergehen mit dem ehemaligen Standort des Landesbetriebs Straßen NRW? Darüber diskutierten die Politiker in der Bezirksvertretung Hardtberg. Die CDU-Fraktion hatte gefordert, dass sich das Amt für Wirtschaftsförderung mit der zuständigen Behörde in Verbindung setzt, um schnellstmöglich eine Nachnutzung für das seit Jahren leer stehende Gebäude zu finden.
Das frühere Gebäude des Landesbetriebs Straßen NRW steht seit Jahren leer. Jetzt sollen verschiedene Nutzungen geprüft werden. Foto: Roland Kohls

"Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können, und nach vier Jahren Leerstand wird es Zeit", sagte die Stadtverordnete Birgitta Jackel (CDU). Laut Manfred Maaß vom Stadtplanungsamt habe es bereits mehre Gespräche gegeben, bei denen mehre Möglichkeiten besprochen wurden. Die Vorstellungen der Stadt für das Grundstück gingen "mehr Richtung Wohngebiet", so Maaß. Dafür müsse der Bebauungsplan geändert werden, derzeit ist das Areal als Mischgebiet ausgewiesen.

Das Gebäude wird derzeit auf der Internetplattform "Immobilienscout" im Rahmen eines Bieterverfahrens für einen Euro angeboten. Wie viel Interessenten aus Sicht der Behörde tatsächlich zahlen sollten, wollte Thomas Tintelot, Sprecher des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW auf Anfrage des GA nicht sagen. Er berichtete, dass regelmäßig Interessenten anfragen würden, man sei "zuversichtlich", dass das Gebäude bald verkauft werden könnte. Bert Moll (CDU) schlug die Umwandlung in eine Studentenwohnheim vor, eine Idee, der die Stadtverordnete Barbara Naß (SPD) einen "gewissen Charme" attestierte.

Maaß bezweifelte, dass es sich um einen geeigneten Standort für Studenten handelt. "Aus städtebaulicher Sicht würde ich für den Abriss plädieren", sagte Maaß. Auch Christoph-Josef Schada von Borzyskowski (CDU) bezweifelte, dass Studenten sich dort wohlfühlen würden angesichts der Tatsache, dass die Immobilie Anfang der siebziger Jahre gebaut wurde. Moll verwies auf die Möglichkeit, öffentliche Mittel für den Umbau einzufordern.

Die Verwaltung kündigte an, sich mit dem Bonner Studentenwerk in Verbindung zu setzen, und die Möglichkeit der Verwendung öffentlicher Mittel zur Sanierung zu prüfen.

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