Meßdorfer Feld

Stadtrat beschließt die Freihaltung des Meßdorfer Feldes

DUISDORF/LESSENICH.  Der jahrelange Kampf um die Freihaltung des Meßdorfer Feldes hat für die Aktivisten Früchte getragen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die 151. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Und damit das Feld als "grüne Lunge" und Naherholungsgebiet klassifiziert, das freizuhalten sei und in seiner jetzigen Ausdehnung auch noch den kommenden Generationen erhalten bleiben wird. Lediglich der Bürger Bund stimmte dagegen, ansonsten war die Zustimmung einhellig.
Ein Naherholungsgebiet nicht nur für Spaziergänger. Im Meßdorfer Feld sind auch Reiter mit ihren Pferden unterwegs. Foto: Roland Kohls

Als die Grünen am Sonntag einen Infostand im Feld aufbauten, um die Folgen des Beschlusses zu erklären, war das Interesse groß. "Wir sind regelrecht belagert worden, es waren ständig mindestens fünf Bürger am Stand", sagte Jana Pinsová, Sprecherin des Grünen-Ortsverbandes Hardtberg/Bonn-West.

Insgesamt mögen es 50 bis 70 Interessierte gewesen sein. "Man hat gemerkt, dass die Freihaltung des Meßdorfer Feldes eine Herzensangelegenheit der Bonner Bevölkerung ist", so Pinsová.

Viele trieb jedoch die Frage um, ob die Planänderung tatsächlich einen Effekt habe oder nur symbolischer Art sei. Wie berichtet, hat der Rat mehrere bisher noch als Bauflächen festgelegte Gebiete formal als das festgeschrieben, was sie in der Praxis längst sind - als Flächen für die Landwirtschaft.

"Für uns Grüne ist das ein ganz großer Erfolg, wir haben jahrelang dafür gekämpft", sagt Pinsová. Wichtig sei, dass auch die CDU für die Freihaltung votiert habe, wobei die Union sich von der Verwaltung schriftlich geben ließ, dass der zweite Bauabschnitt "Am Bruch" nicht betroffen sei und auch künftig der Bau einer Erschließungsstraße von dort bis zum Hermann-Wandersleb-Ring möglich sein wird.

Natürlich kann der Nutzungsplan wieder geändert werden. Allerdings ist mit ihm eine politische Festlegung verbunden, die einen anderen Blick auf das Areal deutlich macht, so Pinsová. Als Wermutstropfen bezeichnete sie, dass die Universität weiter eine Sonderbaufläche hinter dem Max-Planck-Institut behalte.

Ansonsten aber ist nun klar, dass 23 Hektar der bisher als Baufläche dargestellten Areale in Freiflächen umgeändert werden, darunter der Streifen entlang des Wandersleb-Rings, das Areal hinter dem Sportplatz des Helmholtz-Gymnasiums sowie westlich des Babette-Koch-Weges (Verlängerung Effertzstr).

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