Derletalfest in Duisdorf: Sport, Spiel, Spannung für Jung und Alt | GA-Bonn

Derletalfest in Duisdorf

Sport, Spiel, Spannung für Jung und Alt

DUISDORF.  Ein echter Duisdorfer lässt sich doch von einem kleinen Regenschauer nicht abschrecken! Der prasselte pünktlich zur Eröffnung des 28. Derletalfestes am Samstagnachmittag herab und sorgte durchaus für einiges Bangen bei den Vereinen und Gruppen, die auf den Wiesen ihre Zelte, Pavillons und Stände aufgeschlagen hatten.
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Die Besucher des Derletalfestes sind von dem abwechslungsreichen Bühnenprogramm begeistert. Foto: Horst Müller

Umsonst gesorgt: Nach verhaltenem Start füllte sich das Derletal im Laufe der Veranstaltung merklich mit Menschen - auch, weil es trocken blieb und nicht so heiß war. Hardtbergs Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand konnte aufatmen und war letztlich mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden.

Am Konzept hatten die Organisatoren nichts geändert: Auf der oberen Wiese gab es die Kinderbespaßung und die kleine "Bühne Weiß", auf der unteren Wiese waren die Ortsvereine mit ihren verschiedenen Verköstigungsständen und die große "Bühne Blau" platziert. Auch die auftretenden Gruppen waren weitgehend Altbekannte: Von der Brückenberger Trachtengruppe über den Bonner Shanty-Chor bis zum Musikverein Duisdorf auf der großen Bühne.

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Auf der kleinen Bühne trat neben diversen Showtanzgruppen die Tanzgruppe Hochtürmer Funken des Damenkomitees Blau-Weiß Duisdorf, die Szenen aus dem Musical "König der Löwen" präsentierten, auf. Höhepunkt waren auf der blauen Bühne die Konzerte von "ABBA Review" und den "Sunny Skies".

Derletalfest in Bonn-Duisdorf
Beliebt waren wie immer die Vorführungen der Rettungshundestaffel Bonn/Rhein-Sieg, direkt daneben konnte man Fahrzeuge und Gerätschaften des Technischen Hilfswerks besichtigen. Am Teich war wieder die Bundeswehr vertreten. Auf der unteren Wiese hatten zum zweiten Mal die rheinischen Raubritter ihr Lager aufgebaut.

Zu ihnen gehört auch Andreas Krüger, der als Mönch übers Festgelände zog. Er war so sehr von der Wasserrutsche des Jugendzentrums Sankt Martin angetan, dass er auch mal rutschen wollte. Da er zu schwer für die aufblasbaren Gummitiere war, zog er sich kurzerhand die Kutte aus und schoss auf der Unterhose über die nasse Folie.

Nebenan stellte die Realschule Medinghoven unter anderem ihren Schulsanitätsdienst und die Streitschlichter vor. "Zu uns kommen Schüler, die Streit haben", sagte Alicia (15), die mit zum Schlichterteam gehört. "Wir hören zu und vermitteln." Vorrangig kämen die jüngeren Schüler, wenn andere ihnen etwas weggenommen haben. Die Schlichter entscheiden nicht, sondern versuchen, die Schüler von selber an die Lösung heranzuführen.

"Ich wollte selber lernen, wie man mit solchen Situationen umgeht. Wir arbeiten mit den Schülern, um zu erreichen, dass es an der Schule friedlich ist", so Alicia. Ponyreiten, Spiele, Rutschen und vieles mehr machten das Fest zu einem Paradies für Kinder. Melanie Immach war mit ihren Söhnen unterwegs. "Nachmittags komme ich für die Kinder her, abends bin ich dran", sagte sie.

Es störte sie nicht, dass das Programm in den vergangenen Jahren immer weitgehend gleich war. "Für jeden Hardtberger ist das hier ein Muss. Wenn man hier wohnt, trifft man Gott und die Welt", erklärte Melanie Immach.

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