Baum war 1994 Politikum: Duisdorfer Kastanie gefällt | GA-Bonn

Baum war 1994 Politikum

Duisdorfer Kastanie gefällt

DUISDORF.  Bei der Einweihung der Polizeiwache Duisdorf im Juni 1994 war sie Gesprächsthema: die Rosskastanie an der Kreuzung Villemombler Straße/Schievelingsweg. Wegen ihr musste der Architekt die Planung für das Polizeigebäude seinerzeit ändern.

Nur noch der Stumpf erinnert an die Rosskastanie, die vor der Polizei Duisdorf stand. Foto: Max Malsch

Grund: Der Baum durfte nicht gefällt werden. Jetzt, 18 Jahre später, erinnert nur noch der Baumstumpf an das Politikum. Die Rosskastanie musste gefällt werden. Grund: Sie kränkelte in erheblichem Ausmaß.

Die Stadt führte den schlechten Gesundheitszustand des Baums auf Bauschäden und Überfüllung des Standraumes in der Bauphase des Polizeigebäudes zurück. Deshalb hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen im Februar bei der Unteren Landschaftsbehörde die Fällgenehmigung beantragt - gleichzeitig auch für eine Blutbuche, die an der Tiefgarageneinfahrt der Polizeiwache stand.

Für die Rosskastanie forderte die Politik eine Neupflanzung eines heimischen Laubbaumes mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern. "Selbst für völlig unbedeutende Bäume im Stadtbezirk wird die Bezirksvertretung Hardtberg um Zustimmung gebeten oder zumindest über die Fällung informiert. Aber in diesem Fall haben wir von der Fällung dieses markanten Baums nichts erfahren", wunderte sich ein Hardtberger Bezirkspolitiker.

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