Duisdorfer Weinkönigin

Weinkönigin ist zurück in der Heimat

Weinkönigin Christina I.: Mehr als 100 Termine wird sie in den nächsten Monaten absolvieren.

Weinkönigin Christina I.: Mehr als 100 Termine wird sie in den nächsten Monaten absolvieren.

Duisdorf. Am Freitag wird Christina Vianden zur neuen Duisdorfer Weinkönigin gekrönt. Bis dahin trägt Vorgängerin Constanze Zapp noch die Krone.

Die fünf verschiedenen Dirndl hängen bereits fein säuberlich in ihrem Kleiderschrank, fehlt nur noch das Krönchen mit Weinblatt und Rebe. „Von mir aus kann es losgehen“, lachte Christina Vianden, als sie am Dienstagabend von Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand im Rathaus Hardtberg empfangen wurde. Lange warten muss die 23-Jährige nicht mehr: An diesem Freitag wird sie beim 28. Weinfest als 24. Duisdorfer Weinkönigin gekrönt. Bis dahin trägt Vorgängerin Constanze Zapp noch die Krone.

Mehr als 100 Termine wird sie als Christina I. in den nächsten Monaten absolvieren, obwohl ihre Tage heute schon länger als 24 Stunden sein könnten. Dennoch: „Das wird kein Problem. Ich weiß, dass alles gut organisiert ist“, ist sie überzeugt. Neben ihrer Arbeit schreibt sie gerade an ihrer Promotion im Fach Biomedizin, ist Trainerin für Kunstradfahren bei den Radsportfreunden Duisdorf sowie der „gute Geist“ beim Spielmannszug Rot-Weiß Duisdorf.

Jupp Klein steht ihr zur Seite

Dort hilft sie bei der Organisation der verschiedenen Veranstaltungen mit und ist zur Stelle, wenn Hilfe und flinke Hände gebraucht werden. Vom Spielmannszug wurde sie auch als neue Weinkönigin vorgeschlagen.

Als Schirmherr steht ihr Josef „Jupp“ Klein, der Ehrenvorsitzende der Rot-Weißen, zur Seite. „Ich kenne ihn nicht nur sehr gut, sondern wir sind auch Nachbarn. Ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann“, ergänzt sie. „Sie wird eine unvergessliche und wundervolle Zeit als Weinkönigin haben“, freut sich auch Josef Klein auf die kommenden Wochen.

Für Petra Thorand ist besonders wichtig, dass durch privates Engagement das örtliche Brauchtum am Leben erhalten wird. „Das ist wichtig für die Vereine und den Stadtbezirk“, erklärt sie. „Christina wird viel Freude bei der Ausübung dieser besonderen Aufgabe haben.“ Welche besondere Beziehung sie zu den Reben hat, das zeigte die zukünftige Weinkönigin bei ihrem Besuch im Rathaus. Denn zu Hause hatte sie gerade Traubengelee gekocht und überreichte der Bürgermeisterin eine erste Kostprobe davon.

Tradition ist ihr wichtig

Nach dem Studium in den Niederlanden sowie Aufenthalten in Houston und Stockholm ist die zukünftige Weinkönigin froh, jetzt wieder in die Heimat zurückgekehrt zu sein. „In diesen Jahren habe ich gemerkt, wie wichtig Tradition und die damit verbundenen Vereine für das Leben sind.“ Allerdings: „Wenn ich jetzt die Bilder und Berichte über die dramatischen Überschwemmungen in Houston sehe, leide ich mit den Menschen. Die überfluteten Orte kenne ich. Genau dort habe ich ein halbes Jahr lang gelebt“, sagt sie.

Zwar ist sie mit ihrer Promotion noch nicht fertig, wie es anschließend weitergehen soll, das weiß sie bereits jetzt. „Ich will auf jeden Fall wissenschaftlich arbeiten. Bonn wäre eine gute Option. Denn nach der langen Zeit im Ausland würde ich gerne wieder in meiner Heimat leben.“ Trotz der vielen Verpflichtungen wird Christina Vianden auch als Weinkönigin noch genügend Zeit fürs Privatleben haben. „Das werde ich schon alles unter einen Hut bringen“, ist sie zuversichtlich. Denn ihr Freund studiert derzeit in Münster. „Es wird immer mal wieder Auszeiten geben. Dann fahre ich zu ihm.“