Toiletten am Kirchplatz

WC-Anlage in Duisdorf wird endlich renoviert

Wer nicht unbedingt musste, machte um diese öffentlichen Toiletten neben der Alten Schule immer einen großen Bogen.

Wer nicht unbedingt musste, machte um diese öffentlichen Toiletten neben der Alten Schule immer einen großen Bogen.

Duisdorf. Lange haben die Duisdorfer darauf gewartet, jetzt endlich bewegt sich was: Die Toiletten am Kirchplatz werden für 25.000 Euro von Grund auf erneuert.

Der bauliche und hygienische Zustand der öffentlichen Toiletten am Kirchplatz in Duisdorf stinkt den Bürgern schon lange, da helfen auch vermehrte Reinigungsintervalle nicht. Aber jetzt sollen die WC-Anlagen von Grund auf renoviert werden, wofür 25.000 Euro aufgewendet werden.

Wie der CDU-Stadtverordnete Bert Moll mitteilte, ist die Finanzierung zur umfassenden Sanierung der Toiletten gesichert. Das war nicht nur der CDU ein großes Anliegen, sondern auch der SPD, die sich nicht mit dem Hinweis der Stadt abfinden wollte, es gebe Toiletten im Rathaus Hardtberg, die zu den üblichen Öffnungszeiten als Alternative genutzt werden könnten. Auch im Abstimmungsverfahren für den ersten Bürgerhaushalt der Stadt Bonn im vorigen Jahr tauchte die Sanierung der stinkenden WC-Anlage am Rande der Fußgängerzone mehrfach auf.

Die Bezirksfraktionen der CDU und der Grünen hatten deshalb in der Bezirksvertretung Hardtberg beantragt, die Haushaltsmittel aus dem für besonders wichtige und von der Bezirksvertretung zu definierenden Zwecke (den sogenannten „Feuerwehrtopf“) des Stadtbezirks Hardtberg für 2018 für Renovierungsmaßnahmen der Toilettenanlage „Alte Schule Duisdorf“ zu verwenden und diese Haushaltsmittel in das Haushaltsjahr 2019 zu übertragen.

„Wir haben die Mittel auf diese Maßnahme konzentriert, weil der Zustand der Anlage viele Bürgerinnen und Bürger stört, wenn sie ein menschliches Bedürfnis haben, und damit einen richtigen finanziellen und politischen Schwerpunkt im Bezirkszentrum Hardtberg gesetzt“, erklärte Moll jetzt. Der dazu getroffene Beschluss werde jetzt von der Verwaltung mit dem vorgelegten Finanzierungsplan umgesetzt.

Sanierung mehrfach Gegenstand politischer Beratungen gewesen

„Die Gesamtrenovierungskosten werden derzeit auf 25.000 Euro geschätzt“, so Moll weiter. 20.000 Euro kämen aus dem Sondermaßnahmen-Budget des Stadtbezirks, das restliche Geld stelle die Bauunterhaltung des städtischen Gebäudemanagements (SGB) zur Verfügung.

Im einzelnen würden die Wasser- und Abwasserleitung, die WC-Keramik und Waschbecken erneuert, außerdem die Wand- und Bodenfliesen. Weiterhin würden Fenster und Türen ausgetauscht, Trockenbauarbeiten und Anstriche durchgeführt sowie eine neue Beleuchtung installiert.

„Ich bin dem SGB dankbar, dass jetzt auf der Grundlage unseres Antrages ein Finanzierungsplan vorgelegt worden ist und damit die Gewerke zur umfassenden Sanierung zügig ausgeschrieben und umgesetzt werden können“, so Moll weiter.

Die umfassende Sanierung der öffentlichen Toiletten ist mehrfach Gegenstand politischer Beratungen gewesen. Moll gibt zu bedenken, dass vor allem ältere Menschen und Kinder darunter leiden, wenn es im Bezirkszentrum keine gepflegte Toilette gebe, ohne dazu eine Gaststätte aufsuchen zu müssen. Auch die SPD hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass in einer älter werdenden Gesellschaft der Bedarf an solchen WC-Anlagen steige.