Kabarett-Duo "Grün und Huth"

"Wär' ich ein Hund, wärst du mein Knochen"

Selbstkomponierte Chansons und amüsante Zwiegespräche trugen "Grün und Huth" im Kulturzentrum Hardtberg vor.

DUISDORF. Die beiden verstehen sich prächtig, aber sie gehen nicht zimperlich miteinander um, und das ist für das Publikum richtig unterhaltsam. Ursula Hoffmann und Stephanie Huthmacher sind "Grün und Huth", sie singen selbstkomponierte Chansons und beleben ihr Programm immer wieder mit amüsanten Zwiegesprächen. Nun präsentierten sie auf Einladung von Christian Trützler vom Verein Hardtbergkultur im Kulturzentrum in der Reihe "Kunst und Kulinaria" die Musik ihrer fünften CD "Dinge des Lebens".

Ein Thema können sie auch auf diesem Album nicht auslassen: die Liebe in allen Facetten. "Das mit den Liebesliedern von Ursula, das hört einfach nicht auf", beklagte sich Huthmacher beim Publikum. "Für wen schreibt sie all die Lieder eigentlich? Vielleicht sogar für ihren Mann?" Antwort der Kollegin: "Ich habe wenigstens einen." Und dann sangen sie wieder von der Liebe, ein Lied darüber, wie gut Paare zusammen passen können oder sollten.

"Wär' ich ein Hund, wärst du mein Knochen", hieß es darin. "Wär' ich ein Cognac, wärst du der Schwenker." So ging das Lied weiter, und am Ende hatte man so ziemlich jeden verrückten Vergleich gehört. "Ich wär' das Aus und du der Klang." Die beiden Frauen sangen aber nicht nur über die Liebe, sondern auch über Körpermassage, kranke Hunde, geplatzte Mülltüten, über Falten im Gesicht einer Frau und "Ich mach' die Augen zu und schwebe dahin, weil ich eine Seifenblase bin" - das Publikum machte dazu die Seifenblasen. Die Künstlerinnen musizierten zwei Stunden lang mit der entspannten Lockerheit eines seit rund 30 Jahren eingespielten Duos.

"Wir machen schon seit der Schulzeit gemeinsam Musik", erklärte Huthmacher. "Mit Straßenmusik haben wir angefangen." Dann kamen erste Bühnenauftritte, erste selbst komponierte Songs und irgendwann das erste veröffentlichte Album. Seitdem touren die in Bonn lebenden Musikerinnen mit Gesang, Gitarre, Mandoline, Ukulele, Melodika und Klavier durch die Säle.

Den rund 50 Gästen, die vor dem Konzert das von der Fattoria die Paolo vorbereitete Essen genossen, wurde ein unterhaltsamer Abend geboten, und wer bei den Liedtexten gut aufpasste, konnte bei den Quizfragen, die "Grün und Huth" zwischendurch stellten, auch die eine oder andere CD gewinnen.

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