Fußball in Hardtberg

VfL Lengsdorf weiht neuen Rasenplatz ein

Die Herrenmannschaft des VfL Lengsdorf wärmt sich im Regen auf dem neuen Rasenplatz für das Spiel gegen das Team 1. FC Rheinbach 2 auf.

Die Herrenmannschaft des VfL Lengsdorf wärmt sich im Regen auf dem neuen Rasenplatz für das Spiel gegen das Team 1. FC Rheinbach 2 auf.

Lengsdorf. Die Fußballer des VfL Lengsdorf sind begeistert von ihrem neuen Rasen. Nach sechsmonatiger Umbauzeit spielten sie wieder auf ihrem Platz. Der Wechsel von Asche zu Rasen war ein "Kraftakt".

Das kann man einen gelungenen Einstand nennen: Zur Einweihung des Naturrasenplatzes bescherte die Herrenmannschaft des VfL Lengsdorf ihrem Verein am Samstag einen 5:2-Sieg gegen die Spieler des 1. FC Rheinbach 2. Die Kicker scheinen sich auf dem neuen Belag wohlzufühlen.

Der Sieg war aber letztlich das Sahnehäubchen für einen Tag, an dem der gesamte Verein glücklich sein durfte. Nach sechs Monaten Umbauzeit (der GA berichtete) hat der VfL jetzt eine schöne grüne Rasenfläche am Kreuzberghang, die er sich zum 45-jährigen Bestehen zu einem guten Teil selbst geschenkt hat, wie Oberbürgermeister Ashok Sridharan bei der Einweihungsfeier betonte. „So etwas hätte die Stadt alleine nicht leisten können.“ Die hat immerhin 60 000 Euro beigesteuert, der Verein noch einmal so viel, zudem viele ehrenamtliches Engagement, für das der OB, bekanntermaßen ein „Lengsdorfer Jung“, den Verantwortlichen dankte. Auch dem Regen, der am Samstagnachmittag immer mal wieder hernieder prasselte, konnte er etwas Gutes abgewinnen: „So ein Rasen braucht ja auch Wasser.“

Aschenplatz "katastrophal"

Er durchschnitt mit dem Vereinsvorsitzenden Bernd Röhrig und Geschäftsführer Ralf Kessel symbolisch das Band zum Platz. „Das ist ein kleiner Schritt für Bonn und ein großer für den VfL Lengsdorf“, sagte Röhrig. Er wirkte sehr gelöst, dankte Helfern, Besuchern und Sponsoren für die Bewältigung eines Kraftaktes, „den uns viele nicht zugetraut haben“. Der Umbau von Asche in Naturrasen war eine für den Verein finanziell machbare und notwendige Maßnahme, um der Abwanderung von Spielern zu Vereinen mit Kunstrasenplätzen entgegenzuwirken. „Wir werden Kindern, Jugendlichen und Senioren langfristig eine Heimat bieten“, so Röhrig.

Und was sagen die Spieler? Der Aschenplatz sei katastrophal gewesen, meinte Torwart Raduan. Der Rasen sei „einfach geil“. Botan, Keeper der dritten Mannschaft, lobte die Rasenflächen hinter den Toren. „Es ist toll, dass extra für die Kleinen Ausweichplätze geschaffen wurden.“ Auch Mittelfeldspieler Andreas, viele Jahre Mitglied beim VfL, freut sich über den Rasen. „Der kommt natürlich zehn Jahre zu spät für mich.“

Die Lengsdorfer Kicker sind gespannt, wie lange sie im Winter auf dem Rasen trainieren können, bis sie wieder auf einen anderen Platz ausweichen müssen – diesbezüglich sind Vereine mit Kunstrasen im Vorteil. Und wie der Platz aussieht, wenn er erst einmal regelmäßig bespielt wird, bleibt auch abzuwarten. Den Einweihungstag, an dem neben den Herren auch die Jugendmannschaften Spiele austrugen, hat der Naturrasen jedenfalls gut überstanden.