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Malteser-Krankenhaus
Trompeten-Clown Kapusta begeistert im City-Radio
Von Lisa Glaremin
Medinghoven . Moderatorin Rita Ohlert interviewt den Musiker und Karnevalisten für das Hörprogramm des Malteser-Krankenhauses
Bruce Kapusta bei Radio City, dem Patientensender des Malteser-Krankenhauses, mit Moderatorin Rita Ohlert. Foto: Schneider-Barthold
"Hinter Ihnen bin ich jetzt schon lange her", wurde Startrompeter Bruce Kapusta begrüßt. Er war zu Gast bei Rita Ohlert im City-Radio, dem Hörfunkprogramm des Malteser-Krankenhauses in Medinghoven. Die Patienten, die im Malteser-Krankenhaus das Radio einschalteten, konnten den Musiker kennenlernen und mit ihm seine Lieblingslieder hören.
Berühmt wurde der Kölner mit Auftritten als "Clown mit seiner Trompete". Seit fast 20 Jahren ist er nun ein wichtiger Teil des Karnevals und darf bei Prunksitzungen nicht fehlen. "Ich freue mich schon sehr darauf, im Januar mein Kostüm wieder aus dem Schrank zu holen", sagte er. Nach einer Prunksitzung auf den Bus wartend hatten sich Rita Ohlert und Kapusta vor Jahren persönlich kennengelernt, weshalb das Interview eher einem vertrauten Gespräch glich. Kapusta wählte die Lieder für die Sendung aus und gab zu jedem eine Anekdote preis.
Souverän schwenkte die 91-jährige Moderatorin zwischen Liedern und Gespräch und schüttelte Überleitungen locker aus dem Ärmel. Natürlich durften Fragen wie "Wie lange brauchen Sie, um sich als Clown zu schminken?" nicht fehlen und interessierten die weiblichen Zuhörer vermutlich ebenso brennend wie Ohlert selbst. Dass der Musiker in 15 Minuten zum Clown wird und zur Not auch im Auto noch schnell den Lippenstift zückt, hatte sie jedoch nicht erwartet.
Mit 13 Jahren spielte Bruce Kapusta zum ersten Mal vor Publikum. In der Bonner Fußgängerzone packte er seine Trompete aus und trug die gelernten Stücke vor. "Zunächst trat ich nur auf Familienfesten auf, doch je älter ich wurde, desto mehr merkte ich, wie gut meine Musik ankam und beschloss, damit mein Geld zu verdienen", erinnerte sich Kapusta in der Sendung. Heute ist er froh, sich so entschieden und seinen Beruf als Elektroniker an den Nagel gehängt zu haben.
Wer bei dem lustigen Zwiegespräch Gefallen an Kapusta gefunden hat, kann ihn am Donnerstag, 3. Januar, um 19.30 Uhr in der Beueler Pauluskirche sehen. Bei dem Abschlusskonzert seiner derzeitigen Tour "Kölsch-klassische Advent und Weihnacht" wird er ein letztes Mal Advents- und Weihnachtslieder spielen, bevor er sich für den Karneval verkleidet.
Artikel vom 19.12.2012
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