Katia Convents ist Designerin für die "Let's Dance"-Fernsehsendung

Traumkleider für die Promis

Stilvoll und glamourös sind die Kleider, die Katia Convents für die RTL-Tanzshow entwirft. Hier zeigt sie zwei Vorführmodelle.

Brüser Berg . Wenn die RTL-Tanzshow "Let's Dance" in diesem Frühjahr wieder mit einer neuen Staffel startet, werden viele Zuschauer wieder nur wegen Katia Convents einschalten. Das ist die Designerin, die jene Traumkleider für die prominenten Tanzpaare schneidert, die der Show den glamourösen Rahmen geben.

Noch darf sie nicht verraten, welche Prominenten diesmal mitmachen und wann genau die Shows starten. Aber die Kleider der Designerin, die vor einem Jahr mit ihrem Atelier von Poppelsdorf auf den Brüser Berg umgezogen ist, sprechen für sich. Noch ist keines der Einzelstücke für die Show fertig, aber die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Deshalb ist Katja Convents derzeit sehr geheimnisvoll, zumal auch der Vertrag mit der Produktionsfirma noch nicht unterschrieben ist.

In dem früheren Ladenlokal an der Von-Guericke-Allee/Ecke Celsiusstraße hat sie jedenfalls inzwischen genügend Platz, um aus den farbigen Stoffen exklusive Roben zu schneidern. Hier entstehen die Ideen, aber auch exklusive Abend- und Hochzeitsgarderobe für die Reichen und Schönen der Republik, die sich etwas Besonderes und Einzigartiges leisten wollen. Nicht selten bestellen Promis nach oder während der Staffel diese edlen Kleider, die Katia Convents dann später oftmals in Illustrierten wieder sieht, wenn Promis sie auf roten Teppichen getragen haben. Meist wird den Trägerinnen dann bescheinigt, es sei das schönste Kleid des Abends gewesen.

Für Katia Convents nichts Neues, sie ist seit 28 Jahren in diesem Metier tätig. Derzeit hat die gebürtige Polin, die seit 14 Jahren in Bonn lebt, jedoch nicht viel Zeit. Sie muss die Besuche bei den teilnehmenden Promis machen, um ihre genauen Maße zu nehmen und ihre textilen Vorlieben zu erfragen. Kurz vor der ersten Sendung erhält sie die Musik, dann beginnt die Arbeit an den Entwürfen. Wenn die Produktionsfirma grünes Licht gibt, wird genäht und geschneidert - bis kurz vor der Live-Show sitzen daran ihre Näherinnen. Und das läuft so während der gesamten Staffeldauer.

Das komplette Team von Convents ist auch bei den TV-Drehs vor Ort, um bis kurz vor den Sendungen etwas an den Kleidern zu ändern. Das ist zwar Stress pur, aber macht Katia Convents Spaß, denn sie steht voll hinter dem Konzept der Sendung und blüht mit neuen Ideen richtig auf. Als Ex-Weltklassetänzerin weiß sie, auf was es auf dem Parkett ankommt und wie viel Arbeit es ist, den Trägern ein ausgefallenes Unikat auf den Leib zu schneidern. Manche Kleider haben tausende Svarowski-Steine, die alle einzeln aufgeklebt werden, damit die Trägerin funkelt und glitzert. Aber auch die Herren kommen nicht zu kurz und erhalten ihre Ausstattung. So stammt natürlich auch das Superman-Kostüm von Ex-Diskuswerfer Lars Riedel in der letzten Staffel aus dem Atelier von Convents.

Wie kommt man dazu, Exklusivddesignerin für eine TV-Show zu werden? "Ich habe vor nichts Angst gehabt", sagt sie. Als sie noch selbst in der Tanzszene aktiv war - in den 80er und frühen 90er Jahre als Profi und Deutsche Vizemeisterin im Standard - nähte sie sich schon ihre Kleider selbst. Und das gefiel auch anderen. Über Empfehlungen aus der Tanzsportszene kam der Kontakt zur "Let's Dance"-Produktion zustande. Seitdem läuft das Geschäft für die studierte Lebensmitteltechnikerin, die nie eine Schneiderlehre absolvierte.

www.katiaconvents.de