Bahnübergang Weck-Werk

Stellwerk in Duisdorf steht bald unter Denkmalschutz

Dieser Stellwerktyp ist nicht mehr oft zu finden: Das Gebäude in Duisdorf wird unter Denkmalschutz gestellt.

DUISDORF. Das Stellwerk am Bahnübergang Weck-Werk wird unter Denkmalschutz gestellt. Diese Nachricht hat Oliver Krauß, Verkehrspolitiker und CDU-Kreistagsabgeordneter aus Alfter, von der Stadt Bonn erhalten.

Als Untere Denkmalbehörde ist die Stadt für Eintragungen in die Denkmalliste zuständig. Krauß, der Mitglied in den Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg ist, freut sich, dass nunmehr der Erhalt des Stellwerks gesichert ist: "Der Einsatz hat sich gelohnt, denn dieser Stellwerktyp ist nicht mehr oft zu finden."

Das Duisdorfer Stellwerk wurde 1939 errichtet und ist typisch für den Baustil und die Technik der damaligen Zeit. "Auch wenn mittlerweile nur noch wenige Weichen und Signale von hier aus bedient werden, ist insbesondere das technische Innenleben der Grund, das Bauwerk unter Denkmalschutz zu stellen", sagte Krauß.

In absehbarer Zeit werde die Deutsche Bahn die Stellwerke zwischen Bonn und Euskirchen nicht mehr benötigen. Derzeit wird die Strecke der Voreifelbahn zwischen Bonn und Euskirchen auf moderne Leit- und Sicherungstechnik umgestellt.

Ab dem nächsten Jahr sollen dann alle Weichen und Signale zentral von einem neuen elektronischen Stellwerk in Euskirchen aus bedient werden. Die vorhandenen mechanischen Signale werden durch moderne elektronische Lichtsignale ersetzt.

"Das Stellwerk in Duisdorf wird selbst dann nicht mehr benötigt, wenn der Bahnübergang am Weck-Werk nicht wie geplant geschlossen werden wird", sagt Krauß. Denn auch die Bahnübergänge entlang der gut 35 Kilometer langen Strecke würden künftig automatisch gesteuert werden.

"Völlig offen ist, wie das Stellwerk nach einem Auszug der Bahnmitarbeiter genutzt werden wird. Hier sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. In jedem Fall erhoffen wir uns durch die künftige Nutzung des Stellwerks eine Aufwertung des gesamten Geländes rund um das Gebäude", so Krauß. Er geht davon aus, dass die Deutsche Bahn das Gebäude zum Verkauf anbieten wird.