Neues Stück im Ortszentrum

Startisten auf dem Brüser Berg widmen sich Edgar Wallace

Eine Leiche in der Pathologie und seltsame Gestalten drum herum: Eine Szene mit (v.l.) Karola Faber, Henning Rubach und Hannelore Linke.

Eine Leiche in der Pathologie und seltsame Gestalten drum herum: Eine Szene mit (v.l.) Karola Faber, Henning Rubach und Hannelore Linke.

Brüser Berg. Die Theatergruppe Startisten führt ihr neues Stück im Ortsteilzentrum auf dem Brüser Berg auf: Es geht um mysteriöse Morde im Stile von Edgar Wallace.

Wenn sich ein emeritierter Panzerknacker freiwillig auf den Weg zu Scotland Yard macht, um auszusagen, muss ihm schon etwas gewaltige Sorgen bereiten. Sorgen, die Inspektor Martin durchaus teilt. Denn irgendetwas stimmt da nicht. Eine Menge Geheimnisse und Verstrickungen kommen ans Tageslicht.

Was hat es mit den mysteriösen Morden, den verschwunden Schlüsseln und den dubiosen neuen Mietern auf Selford Castle auf sich? Wo ist die Tür mit den sieben Schlössern? Fragen über Fragen und eine Geschichte voller merkwürdiger Gestalten: All das bietet die Theatergruppe Startisten vom Brüser Berg in ihrem neuen Stück „Die Tür mit den sieben Schlössern“ von Alexander Liegl und Gabriele Rothmüller. Die Aufführungen finden am Samstag und Sonntag, 4./5. November, sowie am Freitag und Samstag, 10./11. November, jeweils ab 19 Uhr im Großen Saal des Ortsteilzentrums Brüser Berg, Fahrenheitstraße 49, statt.

„Mancher wird sich dabei an die Krimis von Edgar Wallace erinnert fühlen: den Frosch mit der Maske, den Hexer oder die toten Augen von London“, sagt Ensembleleiter Jürgen Fröbisch und hofft, dass das Publikum genau so viel lachen wird wie die Schauspieler bei den Proben der vergangenen Monate.

Für die war es gar nicht so leicht, die 20 Szenen optisch auszustatten und dabei mit dem Umbau auch noch hinterherzukommen. Die Lösung war ein cleveres Baukastensystem, um die Gruft von Selford Manor, eine Tanzbar, Scotland Yard, einen Zug und vieles mehr darzustellen. Und da ist dann ja auch noch das Labor, wo der skrupellose Wissenschaftler Dr. Staletti sein Unwesen treibt.

Die Startisten, die Amateurtheatergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Hardtberg, wurden 1984 als Theaterkreis Brüser Berg der Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf gegründet. Drei der Gründungsmitglieder sind heute noch dabei. Das Ensemble feierte unter anderem Erfolge mit „Bunbury“ von Oscar Wilde und mit „Am Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“. Zum Repertoire gehören auch Sketche und Einakter.

Was natürlich nicht klappen kann, ist eine Aufführung in Schwarz-Weiß – so wie die alten Wallace-Filme. Ansonsten haben sich die Schauspieler aber Mühe gegeben, das Flair der Londoner 1960er Jahre mit Requisiten, Kostümen und Perücken rüberzubringen. Wabernde Nebelschwaden dürfen dabei genauso wenig fehlen wie allerhand seltsame Mordwaffen – angefangen beim pfeilschnellen indischen Kurzdolch bis hin zu todbringenden Krallen. Zum Proben gehört auch Tapezieren, Basteln und Kostümprobe. „Derzeit läuft der Feinschliff bei Text, Bühnenbild und Technik“, sagt Fröbisch. Heißer Endspurt vor dem ersten Lampenfieber bei der Premiere.

Weitere Informationen, wo Karten bestellt werden können, per E-Mail an regie@startisten.de sowie auf www.startisten.de. Es gibt sie auch im Vorverkauf bei der Buchhandlung Goethe & Hafis an der Borsigallee 26.