Arbeiten in Duisdorf

Stadt Bonn prüft Schadenersatz nach Gasalarm

Während des Gasaustritts bestand Explosionsgefahr: Mitarbeiter der Stadtwerke schließen das Haus wieder ans Gasnetz an.

Während des Gasaustritts bestand Explosionsgefahr: Mitarbeiter der Stadtwerke schließen das Haus wieder ans Gasnetz an.

Duisdorf. Die Stadt arbeitet weiter mit der Firma zusammen, die für den Gasaustritt in Duisdorf offenbar verantwortlich war. Die Firma müsse jedoch die Kosten für den Schaden übernehmen.

Nach dem Gasalarm, der am Montag voriger Woche die Bürger in Duisdorf in Atem gehalten hatte, gehen die Kanalbauarbeiten an der Bahnhofstraße gemäß Planung des Tiefbauamtes weiter. Die Stadt wird dabei weiter mit der Firma zusammen arbeiten, die den Schaden an der Gasleitung verursachte. Der Schaden sei gemäß Vergabe- und Vertragsordnung kein Kündigungsgrund, die Firma müsse aber die Kosten für den Schaden übernehmen, so das Presseamt am Montag.

Warum die Muffe der Gasleitung ihren Geist aufgab, steht inzwischen auch zweifelsfrei fest. Die Firma habe den unterirdischen Stollen für den neuen Kanal zu hoch angesetzt. Die Vortriebsmaschine habe die Muffe dann an der unteren Kante weggedrückt, dabei sei die Undichtigkeit entstanden und das Gas ausgeströmt.

Die Stadtwerke hatten am Folgetag nach dem Gasalarm einen neuen Hausanschluss für das Ärztehaus gelegt, das als einziges Haus Gas aus dem beschädigten Leitungsstück bezogen hatte. „Im Moment sind alle Kunden versorgt, und es gibt keinen Handlungsbedarf“, sagte SWB-Sprecher Werner Schui. Die Leitung sei durch Blasen verschlossen, dabei handelt es sich um robuste Kunststoffballons, die eingeführt wurden. Mit Ende des Kanalbaus werde die Leitung wieder regulär in Betrieb genommen, so der SWB-Sprecher.

Die Kosten des Einsatzes von Feuerwehr und Rettungsdienst können bisher nicht beziffert werden. Einsätze wie diese seien Pflichtaufgaben und grundsätzlich kostenfrei. Im Gesetz seien aber Ausnahmen geregelt, in denen die Stadt Kostenersatz für den Einsatz fordern kann. „Das wird derzeit noch geprüft“, sagte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann.