25.000 Euro Schaden

So lief der Unfall in der Waschanlage in Duisdorf wirklich ab

Duisdorf. Für eine 81-Jährige lief die Fahrt in die Waschstraße alles andere als geplant - und wurde am Ende richtig teuer. Der Betreiber der Anlage ärgert sich nun über die Darstellung des Unfalls.

Wie konnte das nur passieren? Eine Karambolage in einer Waschstraße in Duisdorf hatte einen Sachschaden von 25.000 Euro zur Folge. Doch der Unfall warf viele Fragen auf, und ereignete sich wohl anders, als von der Polizei zunächst berichtet.

Aber von vorn: Eine Rentnerin war am Samstagvormittag zu einer Waschstraße neben einer Tankstelle an der Rochusstraße in Duisdorf gefahren, um dort ihr Auto zu reinigen. Nach dem Waschvorgang musste der Wagen nur noch aus der Waschanlage gefahren werden -so der Polizeibericht - und das rückwärts.

Die Frau habe einen Mitarbeiter dafür um Hilfe gebeten und habe diesem Platz machen wollen, indem sie auf den Beifahrersitz umgestiegen sei. Dabei sei sie aber auf das Gaspedal gekommen und im Rückwärtsgang gegen ein wartendes Auto geknallt. Bei der Fahrt sei auch die Waschstraße beschädigt worden. Entstandener Sachschaden: 25.000 Euro.

Kurios ist allerdings, dass die betroffene Anlage gar nicht rückwärts verlassen werden muss. Warum also fuhr die 81-Jährige in die falsche Richtung aus der Waschstraße raus?

So schildert der Betreiber das Geschehen

Der Betreiber, der namentlich nicht genannt werden will, gibt darauf eine Antwort - und zeigt sich zugleich verärgert über die bisherige Darstellung.  Wie der Pächter der Anlage berichtet, sei die Frau mit zu hoher Geschwindigkeit in die Waschanlage hineingefahren. Das Laufband, das den Wagen durch die Anlage zieht, sei daraufhin gestoppt worden. Um den Waschvorgang erneut zu starten, hätten die Mitarbeiter sie gebeten, das Fahrzeug wieder zurückzusetzen. Dabei habe sie jedoch Vollgas gegeben, und so sei es zu dem folgenschweren Unfall gekommen. Doch sei ihr weder ein Mitarbeiter zur Hilfe geeilt, noch sei der Waschvorgang abgeschlossen gewesen.

Die Polizei gab auf Nachfrage an, dass ihre Darstellung missverständlich gewesen sein könnte. So habe die 81-Jährige sich das Fahrmanöver in ihrem automatikgetriebenen Wagen nicht so recht zugetraut und habe deshalb lediglich einen Mitarbeiter der Tankstelle zur Hilfe holen wollen, für sie den Wagen aus der Waschstraße zu manövrieren. Doch dabei kam es laut Polizei schließlich zu einer Verkettung unglücklicher Umstände.

Verkettung unglücklicher Umstände

Beim Versuch, Hilfe zu holen, verstellte sie zunächst aus Versehen den Schalter der Automatik auf den Rückwärtsgang und trat dann auch noch auf das Gaspedal. Im Rückwärtsgang schoss der Wagen daraufhin zurück und beschädigte die Waschstraße. Im Anschluss prallte das Auto noch gegen einen weiteren Wagen, der auf die Einfahrt wartete. Beide Autos wurden dabei so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten.

Glücklicherweise wurde bei diesem Missgeschick niemand verletzt. Allerdings schätzen die Duisdorfer Polizisten den Gesamtschaden auf rund 25.000 Euro. Wann der Schaden an der Waschanlage behoben sein wird, konnte der Pächter am Montag noch nicht sagen.