Helmholtz-Gymnasium in Duisdorf

Schulband für Workshop mit WDR Big Band ausgewählt

Mit Verstärkung der WDR Big Band gibt die Wooden Helmets Concert Band des Helmholtz Gymnasiums ein Konzert vor 500 Schülern.

Mit Verstärkung der WDR Big Band gibt die Wooden Helmets Concert Band des Helmholtz Gymnasiums ein Konzert vor 500 Schülern.

DUISDORF. Die Schulband des Helmholtz-Gymnasiums wurde aus 1000 Bewerbern für einen Workshop mit der WDR Big Band ausgewählt. Die Profis des Kölner Ensembles gaben den Schülern Unterricht und spielten ein gemeinsames Konzert mit den Duisdorfern.

„Ich war überrascht, wie einfach es war“, freut sich Christian Eckelt, der Leiter der „Wooden Helmets Concert Band“, der erst seit zwei Jahren bestehenden Big Band des Helmholtz-Gymnasiums in Duisdorf. Er hat sich für seine Schüler bei dem „Programm M“ des WDR beworben und fand es „höchst erstaunlich“ dass er sofort eine Zusage bekam. „Unsere Band ist noch sehr jung. Da kann manch einer noch keine Vorzeichen lesen oder jeden Ton greifen“, berichtet der jazzbegeisterte Physiklehrer Eckelt, der sich für die Schulband engagiert.

Nach der Zusage stellte sich für ihn die Frage, ob seine 11- bis 13-jährigen Schülerinnen und Schüler den Workshop mit den Superprofis überhaupt nutzen könnten. „Aber es war ganz toll. Sie haben mit den Profis gleich doppelt so gut gespielt“, erinnert sich Eckelt an den Workshop im Dezember. Die Jazzmusiker Johan Hörlen (Saxofon) aus Schweden, die Posaunistin Shannon Barnett aus Australien, der deutsche Gitarrist Paul Shigihara und der holländische Trompeter Ruud Breul kamen für etwa zwei Stunden nach Dransdorf, um mit den in vier Gruppen eingeteilten 30 Bandmitgliedern des Gymnasiums über Tipps und Tricks ihrer Musik zu sprechen und gemeinsam Jazz zu spielen.

So ist bei dem 12-jährigen Schlagzeuger Philip Graß vor allem der Rat eines Musikers in Erinnerung, der ihm empfahl, bei einem Fehler einfach weiterzuspielen und zu improvisieren. „Der Großteil des Publikums merkt das sowieso nicht“, lacht Philip und freut sich über die offenen Worte des Profis aus der weltweit renommierten Big Band.

Zusammen mit dem Sinfonie- und dem Funkhausorchester, sowie dem WDR-Rundfunkchor gehört die Big Band zu dem „Plan M“ des Westdeutschen Rundfunks, dem Musikvermittlungsprogramm „Mehr Musik machen!“, das sich mit seinen didaktischen Angeboten und Konzerten an alle richtet, die sich von Musik begeistern lassen möchten. Inspiriert durch ein ähnliches Programm des Hessischen Rundfunks ist nun auch die WDR Big Band seit fünf Jahren unter dem Label Jazz@School einmal im Jahr für eine Woche unterwegs, um junge Musiker für ihre Musik zu begeistern.

„Man kann nicht erwarten, dass sich durch unseren Auftritt nun klassenweise die Schüler entscheiden, Berufsmusiker zu werden, aber der ein oder andere bleibt schon hängen“, weiß der Big Band-Dirigent Torsten Maaß über die Schulauftritte zu berichten, die er als „ehrenvolle Aufgabe“ empfindet.Für etwa 500 Schülerinnen und Schüler in der Aula wurde auch der die Veranstaltung moderierende Rapper Niels Freidel zum Vorbild eines Lehrers, wie ihn sich Schüler wünschen. Sein „Wikipedia-Rap“ zur Erklärung einer Bigband-Besetzung blieb im Ohr.