Flüchtlingsunterkünfte in Bonn

Schmitthalle rückt an erste Stelle

Flüchtlingsunterkunft in Mönchengladbach

Feldbetten in einer Sporthalle. (Symbolfoto)

01.02.2016 Bonn. An der Spitze der Prioritätenliste, welche Turnhallen als erste mit Flüchtlingen belegt werden, hat sich die Reihenfolge geändert. Das wurde am Rande des Bürgerforums am Samstag bekannt. Danach rückt die Sportanlage Wasserland von der Priorität eins auf den dritten Platz, die Dreifachturnhalle der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel von der Priorität zwei auf vier.

Das verschafft diesen Einrichtungen noch etwas Luft. Nach vorne rückt einem Sprecher der Stadt zufolge die Mehrzweckhalle Schmittstraße in Duisdorf gefolgt von der Josef-Strunck-Halle in Endenich. Dort habe es bereits Gespräche mit den betroffenen Vereinen gegeben, hieß es.

Unterdessen hat der Stadtsportbund Bonn (SSB) Oberbürgermeister Ashok Sridharan scharf angegriffen, weil dieser am Aschermittwoch nicht an der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Bonner Sportvereine teilnehmen wird. „Ganz objektiv konstatieren wir, dass das Bonner Stadtoberhaupt keine Zeit hat, in der schlimmsten und existenziellen Krise des Bonner Sports den Vereinen Rede und Antwort zu stehen“, erklärt SSB-Vorsitzender Michael Scharf. „Immerhin sind das rund 80.000 Bonner Vereinsmitglieder, die von der Entscheidung der Stadt betroffen sind.“

Sridharan versteht zwar die Empfindungen der Sportfunktionäre, weist die Kritik aber im Gespräch mit dem GA entschieden zurück: „Ich nehme die Sorgen sehr ernst, habe aber schon vor Monaten zugesagt, beim kulturpolitischen Aschermittwoch zu sprechen. Immerhin wird auch Dezernent Martin Schumacher beim Stadtsportbund sein.“ (Cem Akalin)