Ehemalige Gallwitz-Kaserne in Bonn

Pläne für ein neues Jugendzentrum in Duisdorf

Auf dem Gelände der ehemaligen Gallwitz-Kaserne drehen sich die Kräne. Die Höhenunterschiede machen die Baustelle für alle Beteiligten zu einer besonderen Herausforderung.

Auf dem Gelände der ehemaligen Gallwitz-Kaserne drehen sich die Kräne. Die Höhenunterschiede machen die Baustelle für alle Beteiligten zu einer besonderen Herausforderung.

Duisdorf. Im Neubaugebiet der ehemaligen Gallwitz-Kaserne wird vielleicht ein städtisches Jugendzentrum entstehen. Der Investor bestätigt zumindest den Verkauf eines entsprechenden Grundstücks.

Baukräne drehen sich über dem Gelände der ehemaligen Gallwitz-Kaserne in Duisdorf. Auf dem aktuell größten Baugebiet in Bonn herrscht emsiges Treiben. Bis Herbst 2022 werden zwischen Julius-Leber-Straße und Wirtschaftsministerium auf einem etwa 7,6 Hektar großen Areal rund 520 Wohnungen errichtet. Investor ist die Pandion AG aus Köln.

Neben Eigentums- sowie geförderten Wohnungen soll dort ebenfalls eine Kindertagesstätte entstehen. Zusätzlich wird eventuell auch ein Jugendzentrum in „Pandion Ville“ angesiedelt. „Wir haben der Stadt Bonn bereits ein rund 4000 Quadratmeter großes Grundstück verkauft“, bestätigt Anja Ludwig auf GA-Nachfrage beim Investor.

Über die Höhe des Verkaufspreises wollte die Sprecherin hingegen keine weiteren Angaben machen. „Ob neben einer Tagesstätte auch ein Jugendzentrum auf dieser Fläche angesiedelt wird, wissen wir nicht“, sagt Ludwig. Auch die Bonner Stadtverwaltung macht bislang keine detaillierten Angaben darüber, ob sie dort einen neuen Treffpunkt für Jugendliche ansiedeln wird.

„Zurzeit wird noch geprüft, ob zeitgleich mit dem Kindergarten eine Jugendeinrichtung geschaffen werden soll. Dazu wird die Verwaltung nach Abschluss der Prüfungen dem Stadtrat einen Beschlussvorschlag vorlegen“, so Andrea Schulte vom Presseamt dazu.

Grundstück wegen eines Höhenunterschiedes nicht ganz einfach

Bisher habe der Bonner Stadtrat der Verwaltung den Auftrag erteilt, „die Voraussetzungen zur Errichtung einer öffentlich geförderten sechsgruppigen Kindertageseinrichtung und einer Einrichtung der offenen Jugendarbeit auf dem Grundstück der ehemaligen Gallwitz-Kaserne zu schaffen“, so Schulte weiter.

Die beiden Wohnblöcke des ersten Bauabschnitts mit später insgesamt 160 Eigentumswohnungen im hinteren Grundstücksteil werden derzeit parallel errichtet. Das dauert bis Mitte 2020. Die anderen beiden Bauabschnitte des zwölf Fußballfelder großen Areals werden bis Herbst 2022 aus dem Boden wachsen.

Das Grundstück ist wegen des Höhenunterschiedes von zwölf Metern nicht ganz einfach und nur mit speziellen Vorkehrungen zu bebauen. Bei der Baugenehmigung spielte daher etwa die Entwässerung bei Starkregen eine Rolle. Bauleiter Rainer Latus berichtet von besonderer Schwierigkeit mit dem Erdreich. So musste für die Baugruben an einigen Stellen eine Verbau errichtet werden, um die Höhendifferenzen überwinden zu können.

Bereits im März hatte die Bezirksvertretung Hardtberg einstimmig die baureife Planung für die neu anzulegende Anliegerstraße sowie die übrigen Erschließungsanlagen des neuen Wohngebiets „Pandion Ville“ genehmigt. Nach Rodungen und Fällungen werden in dem Neubaugebiet 58 neue Straßenbäume gepflanzt.

Um den Bau der 120 geförderten Wohnungen soll sich ein anderer Bauträger kümmern. Mitte kommenden Jahres soll es damit dann losgehen.