Hellere Farben

Neuer Anstrich für Unterführungen am Brüser Damm

Im Laufe der Zeit vollgesprüht wurden die Wände der Unterführungen am Brüser Damm.

Im Laufe der Zeit vollgesprüht wurden die Wände der Unterführungen am Brüser Damm.

Brüser Berg. Die Stadt will die Schmierereien in den Unterführungen am Brüser Damm entfernen und die Durchgänge mit einem hellen Anstrich versehen lassen. Außerdem sollen die Flächen mit einem Antigraffiti-Schutz behandelt werden.

Im Laufe der Zeit vollgesprüht worden sind die Wände der Unterführungen am Brüser Damm. Die Beseitigung der unschönen Graffiti und ein neuer Anstrich kosten laut Stadt 13 000 Euro, teilte sie im Zuge der Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg an diesem Dienstag mit. Das Geld könne aus dem Budget für Bauwerksunterhaltung bereitgestellt werden, so die Auskunft.

Für die CDU-Fraktion sind die Schmierereien schon länger ein Ärgernis, das beseitigt werden sollte. Die Frage, was die Stadtverwaltung vorschlägt, um die beiden Fußgängerunterführungen wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen, hat das Tiefbauamt jetzt beantwortet.

Demnach schlägt man im Stadthaus vor, die Decken und Wände der Unterführungen mit einem hellen Anstrich zu versehen und die Flächen mit einem Antigraffitischutz zu behandeln. Fliesenflächen sollten soweit wie möglich gereinigt oder, sollte dies nicht möglich sein, ebenfalls überstrichen werden.

Die Unterführungen waren ursprünglich mit legalen Graffiti verziert gewesen. Dies passierte im Rahmen der Hardtberger Jugendwochen 2003, 2005 und 2006. Das ist lange her, und seitdem wurden die Bilder nicht nur überschmiert, sondern auch Fliesen aus den Wänden geschlagen.

Mehr Schutz vor Graffitis

Von dem Vorschlag der CDU, die Wände mit einem farblich neutralen Anstrich und einer Versiegelung zu versehen, so dass diese Flächen Jugendlichen für legale Graffitis zur Verfügung gestellt werden könnten, hält das Tiefbauamt dagegen nichts. Darauf solle verzichtet werden, da auch gestaltete Flächen keinen dauerhaften Schutz vor illegalen Graffiti sicherstellen. Und zum anderen sei regelmäßig ein illegales „Ausufern“ in benachbarte Bereiche zu verzeichnen, würden entsprechende Erfahrungen mit bereits durchgeführten Aktionen dieser Art an diversen Unterführungen im Stadtgebiet zeigen, heißt es weiter.

Einen anderen Ansatz hat die Hardtberger SPD-Bezirksfraktion, sie will die Aufenthaltsqualität in den Stadtbezirkszentren „durch geeignete Maßnahmen“ grundsätzlich erhöht wissen. Welche das sein können, beschreibt Fraktionschef Dominik Loosen. Dazu gehören Sitzgelegenheiten, eine ausreichende Anzahl an Abfallbehältern, die Neuanlage und Pflege von Grünflächen sowie die Sanierung von Brunnen.

Bessere Müllentsorgung

„Eine Stadt, die für ihre Bürger lebenswert und attraktiv und für den Tourismus interessant sein möchte, darf ihr äußeres Erscheinungsbild auf keinen Fall vernachlässigen“, so Loosen. „Straßen und Plätze müssen ansprechend gestaltet sein.“ Dazu gehört seiner Ansicht nach eine moderne und vor allem ausreichende Stadtmöblierung inklusive ausreichend vieler Abfallbehälter ebenso wie ansehnliche Grünflächen, Straßenbegleitgrün und gepflegte Brunnen. „Ausreichend Sitzgelegenheiten sind im Übrigen für ältere Menschen ein ganz entscheidender Aspekt in der Frage, ob sie am innenstädtischen Leben teilhaben können oder nicht“, findet er.

Und da gebe es auch im Stadtbezirk noch einiges zu tun. In einem Bericht der Industrie- und Handelskammer sei im vergangenen Jahr die fehlende Aufenthaltsqualität in Bonn bemängelt worden. Bonnorange teilte inzwischen mit, zu den 18 Abfalleimern in der Duisdorfer Fußgängerzone wolle man zwei weitere Müllboxen aufstellen und diese vier Mal pro Woche leeren.