Haltepunkte der RB 23

Neue Bahnsteige kommen

DUISDORF. So langsam wird es ernst mit den neuen Haltepunkten der RB 23 ("Voreifel-Express") an der Helmholtzstraße in Duisdorf und Am Propsthof in Endenich-Nord.

Dort sollen neue Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten auf der stark frequentierten Schienenstrecke zwischen Bonn und Euskirchen entstehen. Die Bauarbeiten sind für das letzte Quartal, also zwischen Oktober und Dezember, vorgesehen. Was den Haltepunkt an der Helmholtzstraße angeht, werden dort 170 Meter lange Bahnsteige entstehen, an der Züge in Dreiertraktion halten können.

Auf dem Bahnsteig in Richtung Bonn sind zwei Wartehallen vorgesehen, in Richtung Euskirchen eine. Ungefähr in der Mitte wird der Haltepunkt von einer Personenunterführung unterquert, von der aus die Fahrgäste über Rampen und Treppen auf die Bahnsteige kommen, teilte die Stadt in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg mit.

Allerdings: Auf die Frage von Bernhard Schekira (CDU), ob es vor Baubeginn noch eine Information der Bürger und eine Möglichkeit der Einflussnahme auf Bau und Gestaltung gebe, sagte Elmar Müller vom Tiefbauamt: "Nein, eine erneute Bürgerbeteiligung ist nicht vorgesehen." Die habe im Jahr 2003 stattgefunden, so dass viele Bürger keine Chance zur Äußerung hatten, weil sie damals noch nicht in der Umgebung wohnten.

Das ist ein Umstand, der auch der SPD-Bezirksfraktion in Bonn zu schaffen macht, nachdem sich Bürger an der Siemensstraße gemeldet haben, dass ihnen die Bahnsteige quasi in den Garten gebaut werden (der GA berichtete) und sie faktisch darüber nicht informiert worden seien. Die Bahn selbst verweist lediglich auf eine Veröffentlichung im Amtsblatt und eine "Hinweisbekanntmachung" in den Medien, berichtete SPD-Ratsherr Wilfried Klein.

Auch über die genaue Gestaltung des Haltepunktes gebe es bei Bürgern mehr Ängste als Informationen, bislang sei nur ein Lageplan bekannt. Eine Antwort darauf, wie Bürger etwa über die Gestaltung, die Bauzeit und den Schallschutz erfahren, erhielt Klein jedoch nicht. Auch in der Bezirksvertretung Hardtberg wurde das nicht beantwortet. Allerdings sagte Müller, die Stadt wolle vor der Sommerpause einen Beschluss herbeiführen. In dem Zusammenhang würden den Politikern auch die Detailpläne vorgestellt.