Kommentar zum Duisdorfer Weinfest

Nachfolger gesucht

Entspannter Augenblick zwischen teils hitzigen Diskussionen: Daniel Klein besucht als Sankt Martin die Mitgliederversammlung des Duisdorfer Ortsfestausschusses.

Entspannter Augenblick zwischen teils hitzigen Diskussionen: Daniel Klein besucht als Sankt Martin die Mitgliederversammlung des Duisdorfer Ortsfestausschusses.

Duisdorf. Karl-Heinz Frede und seine Stellvertreter geben den Vorsitz im Duisdorfer Ortsfestausschuss ab. Wer soll die Aufgabe übernehmen?

Karl-Heinz Frede und seine Stellvertreter geben den Vorsitz im Duisdorfer Ortsfestausschuss ab. Wer soll die Aufgabe übernehmen? Wie die Mitgliederversammlung am Montag zeigte, ist der Job anstrengend und mitunter undankbar. Er kostet Zeit – und man muss Kritik von allen Seiten einstecken. Die Sitzung war jedenfalls keine gute Werbung, potenziellen Kandidaten das Amt schmackhaft zu machen.

Schon Frede hatte das Amt nur übernommen, weil sich kein anderer gemeldet hatte. Das darf sich nicht wiederholen, sonst ist der Ortsfestausschuss tot. Wenn also auf der Versammlung mehrmals „wir alle sind der OFA“ in den Raum gerufen wurde, dann ist das jetzt mit einer Aufforderung verbunden: Die Mitglieder müssen sich einen Ruck geben, bereit sein, die Verantwortung zu übernehmen, statt zu hoffen, dass es schon irgendwer machen wird. Die Argumente „zu alt“ oder „berufstätig“ dürfen da nicht zählen.

Gleiches gilt für die Forderung nach einem Weinfestausschuss. Der Vorstand sollte zu allererst diejenigen ansprechen, die sich dafür ausgesprochen haben. Es steht außer Frage, dass das Duisdorfer Weinfest mehr als zwei oder drei Organisatoren braucht, die zeitaufwendige Aufgaben wie das Einholen von Genehmigungen, die Gestaltung des Weinfestheftes und das Klinkenputzen bei Anzeigenkunden unter sich aufteilen.

Wem der OFA und die Tradition in Duisdorf am Herzen liegt, sollte jetzt Bereitschaft zum Engagement zeigen. Denn das Gremium wird gebraucht. Zugleich sollte sich der Ausschuss die Frage stellen, wie Jüngere ins Boot geholt werden können. Die Alteingesessenen dürfen nicht ignorieren, dass sich die Einstellung zum Ehrenamt bei jüngeren Altersgruppen gewandelt hat. Darauf die richtige Antwort zu finden, ist eine Aufgabe, um die keiner zu beneiden ist.