Forderung nach Weinfestausschuss

Mitglieder kritisieren Organisation von Weinfest in Duisdorf

Die frisch gekrönte Weinkönigin Christina I. mit ihrem Schirmherrn Josef Klein auf dem Weg zur Zugaufstellung.

Die frisch gekrönte Weinkönigin Christina I. mit ihrem Schirmherrn Josef Klein auf dem Weg zur Zugaufstellung.

Duisdorf. Es gibt heftige Kritik der Mitglieder an der Organisation des Duisdorfer Weinfestes. Karl-Heinz Frede gibt im März seinen Vorsitz ab. Dann soll die Veranstaltung von mehreren Leuten organisiert werden.

Womit beginnt man den Bericht über eine Ortsfestausschusssitzung , in der so viel Wichtiges derart kontrovers diskutiert wurde? Am besten mit dem Ereignis, das die Gemüter wieder ein wenig abkühlte: Daniel Klein kam als Sankt Martin am Montagabend zur rechten Zeit in den Sitzungsraum des Jugendzentrums Sankt Martin und verschaffte den Streitenden ein kleine Verschnaufpause. Denn zuvor hatten die Mitglieder des Ortsfestausschusses (OFA) so intensiv über das letzte Weinfest debattiert, dass Gisbert Weber, Vorsitzender der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg, zwischenzeitlich mahnte, die Rückschau aufs Fest nicht in Anklage und Rechtfertigung ausarten zu lassen.

Aber auch Weber übte Kritik am Vorgehen der OFA-Führung. Wenn man eine solche Großveranstaltung nur zu zweit plane, kämen halt Fehler zustande, so Weber. Derer wurden viele genannt, vom Ausschenken eines anderen als des OFA-Weines beim Umzug über die unstrukturierte Tischordnung im Festzelt und einen fehlenden Ordnungsdienst bis hin zum Weinfestheft. Darin waren teils Anzeigen zu klein abgedruckt – der TKSV beispielsweise hatte eine ganze Seite bestellt, was 266 Euro gekostet hätte, aber nur eine Drittelseite bekommen. Einige Anzeigenkunden, so die Befürchtung, werden sich für das nächste Heft in zwei Jahren nicht mehr zur Verfügung stellen. Zudem fehlte eine Rückschau auf die Amtszeit von Weinkönigin Constanze, was für deren Schirmherrn Hans Berg ein Unding war.

Weinfestausschuss gefordert

OFA-Ehrenmitglied Hans Berg, Gisbert Weber, Josef Klein vom Spielmannszug und andere forderten für die Organisation des Festes 2019 die Einrichtung eines Weinfestausschusses, orientiert am Vorbild in Lengsdorf. „Die Veranstaltung muss einfach auf mehrere Beine gestellt werden“, war auch Heinfried Wege vom TKSV überzeugt. Das Thema soll auf der OFA-Jahreshauptversammlung im März 2018 wieder auf die Tagesordnung. Dem Vorschlag des OFA-Vorsitzenden Karl-Heinz Frede, die Feier nach dem nächsten Weinfestumzug aus Kostengründen und wegen eines geringeren Aufwands vom Zelt auf dem Schickshof in die Schmitthalle zu verlegen, erteilte Berg eine klare Absage. „Aus der Sporthalle sind wir damals rausgegangen, weil wir da einen Absturz hatten.“

Der Schickshof sei nun mal der Mittelpunkt Duisdorfs, dafür müsse man eben auch Geld in die Hand nehmen. Bei der OFA-Versammlung im März stehen auch Vorstandsneuwahlen an. Der Vorsitzende Karl-Heinz Frede tritt aus privaten Gründen nicht mehr an. Er sei künftig nur noch die Hälfte des Jahres in Duisdorf. Aus Altersgründen stellen sich auch seine Stellvertreter Walter Nettekoven und Volker Ullrich nicht mehr zur Verfügung. Für sie muss jetzt eine Nachfolge gefunden werden, womöglich auch für weitere Posten. Gestritten wurde auch über den technisch und gestalterisch veralteten Zustand der OFA-Homepage, die erst seit Kurzem in der Hand des Ausschusses selbst ist. Es sei schwierig gewesen, aus dem Vertrag des früheren Betreibers Addy Löllgen nach dessen Tod herauszukommen, erklärte Frede. So lange war nicht viel daran geschehen.

Das Thema hatte Antje Krien vom Wirtschafts- und Bürgerverein aufgebracht, die jahrelang versucht hatte, eine Verlinkung zur Homepage des Hardtberg-Boten auf der OFA-Seite durchzusetzen, den ihr Verein herausbringt.

Bei der Nachlese zum Derletalfest wurde angemerkt, dass man die Getränkestände besser verteilen könnte. Die Kinderolympiade wurde als Erfolg gewertet. Bei einem Treffen mit Bezirksvertretung und Ortsvereinen wurden Überlegungen zum neuen Konzept vorgestellt, nach dem das Festival „Rock im Tal“ auf der unteren Talwiese integriert werden soll, während das Kinderprogramm auf der oberen bleibt. Zwischen den Bandauftritten könnten sich die Vereine präsentieren. Dadurch soll jüngeres Publikum angesprochen werden. „Die Vereine haben dem zähneknirschend zugestimmt“, sagt Frede.