Aktion im Kottenforst

Mit Waldfreunden auf Ostereiersuche

Ostereiersuche an der Grillhütte der Waldfreunde Duisdorf.

Ostereiersuche an der Grillhütte der Waldfreunde Duisdorf.

Duisdorf. Trotz des regnerischen Wetters zog es am Ostermontag viele Familien in den Hardtbergwald. Und wer wollte, konnte nach dem Eiersuchen noch zum Schießen ins Schützenhaus der Sankt Hubertus Bruderschaft.

Weil es am Ostermontag doch recht feucht war, hatte der Osterhase alle Eier in kleine Plastikbeutel verpackt: „Damit kein Kind den Weg durch das Derletal hinauf zu unserer Grillhütte hungrig oder entkräftet zurücklegen muss, überlässt mir der Osterhase hin und wieder eines der wasserdichten Säckchen, damit ich den süßen Inhalt als Proviant verteilen kann“, erzählte Bruno Schmidt, während er trotz der nasskalten Witterung gut gelaunt durch den Wald stapfte.

Mehr als 25 kleine Wanderer mit ihren Eltern begleiteten den Vorsitzenden der Waldfreunde Duisdorf auf der morgendlichen Tour hinauf auf das idyllisch im Hardtbergwald gelegene Vereinsareal und „Meister Lampe“ hatte es sich während der ganzen Strecke auf dem Rücken des Vereinschefs gemütlich gemacht: Der hasenförmige Rucksack hat bei den Osteraktivitäten der Duisdorfer schon Kultstatus erreicht und durfte natürlich nicht fehlen. „Ist der nicht schick?“, fragte Schmidt nicht ohne Stolz eine Besuchergruppe, die bereits ungeduldig vor der Hütte auf die Wanderer wartete, während er den „Osterhasen“ mit den übriggebliebenen Süßigkeitenbeuteln an einen Haken in den regengeschützten Unterständen des Grillgeländes hängte.

Das Ostereiersuchen an der Grillhütte der Waldfreunde Duisdorf mit der vorausgehenden Wanderung durch den Hardtbergwald hat seit vielen Jahren Tradition: „Wir sind bereits zum fünften Mal dabei“, erzählte Emiliano Macelloni, während er sich mit Töchterchen Marlene auf dem Arm und Sohn Maximilian an der Hand geduldig in die Warteschlange der Bonausgabe einreihte. Dort konnte der Bio-Fachverkäufer nämlich nicht nur Märkchen für Getränke und Essen erstehen, sondern auch die begehrten Pfandmärkchen für das eigentliche Ostereiersuchen: Einen Euro Pfand pro Nest mussten die Erwachsenen nämlich bezahlen, bevor sich die Kids jeweils in Zehnergruppen auf die Suche im vereinseigenen Garten hinter den Hütten machen durften.

Auch Toni Palattella machte sich mit Schwesterchen Alina im Arm auf die Suche: „Wir sind schon durch das Derletal mitgewandert – die Eiersuche hier oben gehört für uns einfach zu Ostern dazu“, erzählte der junge Mann. „Unterwegs haben wir zwar keinen Hasen gesehen, aber eine riesige Schnecke“, zeigte sich seine zweite Schwester Isabella noch immer von dem Aufstieg beeindruckt, während sie das erste Nest hinter einem kleinen Busch erspähte.

Wer nach der Suche noch immer nicht genug Vorrat an Süßkram hatte oder wem das Wetter dann doch zu feucht und kühl wurde, der konnte sich ab zwölf Uhr auf den Weg in das benachbarte Schützenhaus der Sankt Hubertus Bruderschaft machen: „Wir verbinden unser Ostereierschießen schon seit Jahren mit der Freiluftsuche der Waldfreunde“, berichtete Schützenkaiser Volker Stahl: Hartgekochte Ostereier oder Schokolade winkten den Jungschützen, die ab zwölf Jahren mitmachen durften. Wer auf der Zehnmeterbahn ins Schwarze, einen Kreis mit drei Zentimetern Durchmesser, traf, bekam Süßigkeiten.