Gute Auslastung 2017

Kulturzentrum Hardtberg kommt nach Sanierung gut an

Haben gut lachen: Enno Schaumburg (links) und Horst Bachmann (links).

Haben gut lachen: Enno Schaumburg (links) und Horst Bachmann (links).

Duisdorf. Der Verein Hardtberg Kultur aus Duisdorf freut sich über die gute Auslastung des Kulturzentrums und zahlreiche Gäste bei den Veranstaltungen 2017. Das Zentrum kommt in dem Jahr auf 545 Veranstaltungen.

Wer sich im Verein Hardtberg Kultur engagiert, darf sich nicht zu schade sein, kräftig selbst mit anzupacken. Es gilt nicht nur, schöne Veranstaltungen zu eröffnen, sondern vorher auch Stühle und Tische für dieselben zu schleppen, aufzustellen und abzubauen. Das bleibt an den neun ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern und einigen wenigen Helfern hängen.

„Und das ist immer wieder harte Arbeit“, berichtete Vorsitzender Enno Schaumburg am Rande des Bilanzgesprächs des Vereins. Und Ruhm darf man nicht erwarten, weiß auch sein Stellvertreter Horst Bachmann: „Wir sind ja keine Künstler und Kulturschaffenden, sondern managen hier nur den Kulturbetrieb.“ Der zweite Stellvertreter Dieter Pinsdorf war nicht dabei, er erholt sich noch in Spanien von der Plackerei des Stühleschleppens.

Aber im Ernst: Schaumburg und Bachmann haben allen Grund, fröhlich zu sein: Das Kulturzentrum wurde 2017 wieder gut angenommen, war sehr gut ausgelastet, und die Veranstaltungen seien alle sehr gut besucht gewesen. Wenn man alles zähle, also auch jedes Treffen eines Kunstkurses, komme man 2017 auf 545 kulturelle Angebot, die gemacht wurden. Im Detail entfallen 317 auf die Bildende Kunst, es gab 91 Konzerte und Empfänge sowie 137 Angebote aus Literatur, Tanz und Theater.

Zentrum profitiert von Sanierung

Diese Symbiose habe sich immer besser eingespielt und bewährt, findet Schaumburg. „Die Woche über dient das Kulturzentrum mit seiner schönen Atmosphäre als Künstlerwerkstatt, und an den Wochenenden als Veranstaltungssaal und für Ausstellungen.“ Nach 2016, als die Immobilie wegen Sanierung drei Monate lang geschlossen war und man kürzer treten musste, sei man jetzt wieder auf dem Auslastungsstand wie früher.

Mehr noch: „Wir merken natürlich deutlich auch an den Anfragen, dass das Kulturzentrum durch die Renovierung aufgewertet wurde“, sagen beide. Inzwischen gebe es auch eine Zusammenarbeit mit Bonnticket, was den Absatz der Abo-Karten für die Gitarrenkonzerte verdoppelt habe. Dem Sponsoring durch die örtlichen Geldinstitute sei es zu verdanken dass die eigenen Konzertreihen „Hardtberger Frühling“, Duisdorfer Jazz Sommer“ und „Hardtberger Herbst“ sowie die Kulturnacht ohne Eintritt angeboten werden können.

Doch kostenlos ist das nicht, denn man sammelt beim Publikum, um den Musikern eine kleine Gage zahlen zu können. „Und nachdem wir immer wieder darauf hingewiesen haben, dass solche Konzerte sonst 15 Euro Eintritt kosten, ist das Sammelergebnis deutlich besser geworden“, berichtet Bachmann. Ziel sei es, dass jeder Musiker mit 100 Euro in der Tasche wieder nach Hause gehe, ausgenommen Chöre. Für Konzerte gerne engagiert werden größere Gruppen mit Edel-Amateuren, weil die mehr Abwechselung bringen, so Bachmann: „Kleine Gruppen mit zwei oder drei Mitgliedern können auch in Kneipen spielen.“

Auch sonst gibt es keine Klagen: Der Verein habe 160 Mitglieder. Und es wurde investiert in neue Stühle, so dass man jetzt 200 im Lager stehen habe. Außerdem wurden Scheinwerfer und Stative angeschafft, vor allem für die Karnevalsveranstaltungen. Schaumburg: „Wir werden von allen Seiten gut unterstützt, auch von der Stadt Bonn.“ Die verlangt zum Beispiel keine Miete, weil im Gegenzug die VHS-Kunstkurse unterkommen.