Konzerte und Ausstellungen in Duisdorf

Kulturzentrum Hardtberg gute Adresse für Künstler

Duisdorf. Die Mischung macht's: Mit einem gelungenen Mix aus Konzerten, Ausstellungen, Theater und Tanz ist das Kulturzentrum Hardtberg längst eine gute Adresse für Kunstschaffende und Kunstliebhaber – nicht nur in Bonn.

Selbst aus Belgien reisen regelmäßig Gäste für die Konzertreihe mit Meistergitarristen in den Stadtbezirk. „Wir schreiben wirklich eine Erfolgsgeschichte“, freut sich Enno Schaumburg, Vorsitzender des Vereins Hardtberg Kultur, über die große Resonanz auf das alljährliche Kulturprogramm.

Allein im vergangenen Jahr gingen 545 verschiedene Veranstaltungen über die Bühne des restaurierten Gebäudes aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Detail waren das 317 im Bereich Bildende Kunst, 91 Konzerte und Empfänge sowie 137 Angebote aus Literatur, Tanz und Theater. „Wir können wirklich nicht klagen. Das Kulturzentrum ist sehr gut ausgelastet“, erklärt Schaumburg. Nach einer umfassenden Sanierung 2016 und einer damals dreimonatigen Sperrung habe man wieder die gleiche Auslastung wie vor den Bauarbeiten.

Bewährt hat sich zudem eine besondere „Hardtberger Symbiose“. Denn während das Gebäude mit den hohen Wänden und großen Fenstern unter der Woche als Werkstatt für Mal-, Gestaltungs- und Zeichenkurse der Volkshochschule sowie den freien Künstlergruppen Semikolon, Druckartisten und ARTic genutzt wird, dient es am Wochenende als ideale Kulisse für Veranstaltungen. Für private Feiern, Empfänge und Diskussionsrunden ist das Gebäude am Ende der Fußgängerzone ebenfalls eine beliebte Location. Insgesamt bietet das Haus Platz für 199 Gäste.

Möglich sei eine facettenreiche Kulturarbeit allerdings nur, weil der Verein unterstützt wird, betont der Vereinsvorsitzende. „Von der Bezirksverwaltungsstelle und der Stadt Bonn bekommen wir stets Hilfe. Dem Sponsoring durch die örtlichen Geldinstitute ist es zu verdanken, dass wir unsere eigenen Konzertreihen Hardtberger Frühling, Duisdorfer Jazz Sommer und Hardtberger Herbst sowie die Kulturnacht ohne Eintritt anbieten können“, sagt Schaumberg. Dennoch wird der Verein die Gründung eines Fördervereins im kommenden Jahr vorantreiben, um finanzielle Rücklagen bilden zu können.

Auf den Lorbeeren ausruhen wird man sich jedoch nicht. „Natürlich sind wir bereits dabei Veranstaltungen für das kommende Jahr zu planen“, entgegnet Schaumburg. Die ersten Reservierungen sind unter Dach und Fach. Viel verraten will er noch nicht. Doch auf eines können sich die Duisdorfer verlassen.

„Natürlich wird es am 1. Januar 2019 wieder ein Neujahrskonzert mit anschließendem Empfang geben“, verspricht er. „Denn wir haben gemerkt, dass die Bewohner des Stadtteils auf solch ein Event gewartet haben.“ Allerdings hat er auch einen Wunsch fürs neue Jahr. „Wir freuen uns immer über neue Unterstützer. Denn bei der Vorbereitung der Veranstaltungen gestalten wir den Saal in Eigenregie. Da müssen Tische und Stühle geschleppt werden. Dafür könnten wir noch junge, starke Hände gebrauchen.“