Das Grüne C und das Meßdorfer Feld

Kleinere Fehler werden korrigiert

Bei der Ortsbegehung: Freiraumplaner Norbert Kloeters erklärt gestenreich das Konzept und den Umstand, warum dem Spaziergänger im "Grünen C" immer wiederkehrende Elemente begegnen.

DUISDORF/LESSENICH/ENDENICH/DRANSDORF. Gut, dass die Bürger kritisch nachgefragt haben. Die neuen Wegweiser im Meßdorfer Feld sind zum Teil tatsächlich falsch eingebaut worden. Deshalb werden die Bodenplatten, die zum Beispiel nach Endenich weisen sollen, aber in Wirklichkeit in Richtung Duisdorf zeigen, gedreht.

Bei zwei Wegweisern ist das der Fall (nahe Maarweg und nahe Wandersleb-Ring). Die Pfeile allerdings, die in Richtung "Rhein" weisen, obwohl dieser weit und breit nicht zu sehen ist und auch nicht den kürzesten Weg zu ihm beschreiben, sind richtig und sinnvoll, findet Norbert Kloeters, Chef des Büros 3+Freiraumplaner aus Aachen, der das Konzept entwickelt hat.

"Wenn der Rhein eine Schleife macht, führt der Weg auch mal vom Rhein weg", erklärte er am Montag bei einem Ortstermin im Feld. "Aber das ganze System der Wege ist sinnvoll, wenn man einer längeren Strecke folgt. Und irgendwann landet man dann am Rhein, garantiert." Richtig sei allerdings auch, dass es nicht immer der kürzeste Weg sei, der dort ausgewiesen sei.

Wenn es sich aber um Fehler handele, die bei einem so umfangreichen Projekt wie dem "Grünen C" vorkommen könnten, würden sie in Ordnung gebracht, versprach er. Insgesamt aber sei es so, dass dieses Projekt noch nicht ganz fertig sei. Zum Beispiel seien auf manchen der neuen Betonsitzbänke noch nicht die Auflagen und Lehnen montiert.

Die kleinen Betonelemente, die an einigen Stellen stehen und einen Wegweiser vor sich haben, sind allerdings nicht als das gedacht, für das Spaziergänger sie halten - als Ruhebänke. Vielmehr, so Kloeters, seien es "Zeichen", damit der Weg des "Grünen C" überall nachvollziehbar ist. Auch wenn der Wegweiser im Boden mal durch Schmutz nicht sichtbar ist.

Auch ein anderes Detail ist noch nicht fertig. Die Fugen der Bodenplatten sind derzeit mit Rollsplit aufgefüllt worden, was zum Beispiel GA-Leser Martin Kremser bemängelt. "Davon geht eine akute Gefahr für Radfahrer aus", findet er.

Denn der Split werde ausgefahren, so dass sich schon nach kurzer Zeit eine mehrere Zentimeter breite Lücke, vergleichbar zu einer Straßen-bahnschiene auftue - akute Sturzgefahr sei die Folge. Doch die Stadt plant Abhilfe: Wenn das Wetter besser sei, würden die Fugen mit Bitumen vergossen, sagte David Baier, Abteilungsleiter im Amt für Stadtgrün. "Das jetzt ist nur eine Übergangslösung."

Insgesamt sei es das Problem der Landschaftsplaner, dass sie Zeit benötigen. Und zwar, damit sich die Natur und die Konzepte entwickeln können, sagt Kloeters. Das gelte zum Beispiel für die Landschaftstore mit den gepflanzten Bäumen und die entlang der Wege angelegten Blühfelder. "Man sollte das Konzept erst beurteilen, wenn das ganze Puzzle fertig ist", rät er.

Insgesamt fand er es gut, dass er sich das Areal des "Grünen C" als Ortsfremder angesehen habe. "Der Blick von außen ist da manchmal gut, weil wir nicht betriebsblind sind", sagte er. "Wir hatten den Eindruck, dass der Wert dieser Landschaft von den Bürgern nicht erkannt wird."