Deutsch-französische Städtepartnerschaft

Hardtberger Schüler haben Besuch aus Villemomble

Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand empfing Schüler des Lycée Georges Clemenceau und des Helmholtz-Gymnasiums. Wie die anderen Teilnehmer des Austausches fanden auch Nils (vorne links) und Yanis (vorne rechts) rasch Kontakt zueinander.

Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand empfing Schüler des Lycée Georges Clemenceau und des Helmholtz-Gymnasiums. Wie die anderen Teilnehmer des Austausches fanden auch Nils (vorne links) und Yanis (vorne rechts) rasch Kontakt zueinander.

Duisdorf. Das Hardtberger Helmholtz-Gymnasium hat aktuell Schüler aus der Partnerstadt Villemomble zu Gast. Nach dem Kennenlernen standen etliche Programmpunkte an.

Stadtralleys in Aachen, Köln und Bonn: Die 34 Schülerinnen und Schüler des Lycée Georges Clemenceau und des Helmholtz-Gymnasiums hatten seit Anfang der Woche schon ein umfangreiches Programm absolviert, bevor Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand sie im Rathaus empfing.

Thorand erinnerte in ihrer auf Französisch gehaltenen Begrüßungsrede an die große Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Einheit Europas und das gemeinsame Einstehen für Frieden, Demokratie und Freiheit.

Den Teilnehmern des Austausches wünschte sie Aufgeschlossenheit für Neues und die Erfahrungen von Toleranz und Respekt. Nach ihrer Rede trugen sich die Schülerinnen und Schüler in das Gästebuch ein. Elisabeth Lentz-Poggel, Koordinatorin des deutsch-französischen Austausches am Helmholtz-Gymnasium, betonte in ihrer Dankesrede die Bedeutung gemeinsamer Unternehmungen. „Nicht durch Reden, sondern durch gemeinsames Tun und gemeinsame Erlebnisse entsteht Freundschaft.“

Das erlebten auch der 15-jährige Nils Schiffmann und der gleichaltrige Yanis Latron. „Anfangs war ich noch etwas schüchtern, doch dann haben wir rasch Kontakt zu einander gefunden und viele Gemeinsamkeiten entdeckt.“ Vor allem: Beide schwimmen leidenschaftlich gerne und wollen vor der Abfahrt der französischen Austauschteilnehmer am Samstag noch unbedingt gemeinsam ins Wasser.

Nils favorisiert die 100 Meter Freistil, Yanis ist offen für alle Distanzen und Stile. Beide hören auch die gleiche Musik: Pop, Rhythm & Blues und Jazz. „Ich tanze auch gerne Jazz. Das ist sehr entspannend“, erzählt Yanis.

Bei so vielen gemeinsamen Interessen fallen unterschiedliche Sprachkenntnisse kaum ins Gewicht – Yanis lernt seit drei Jahren Deutsch, Nils seit sechs Jahren Französisch. Beide sind überzeugte Europäer und halten nichts von rechtspopulistische Losungen.

Nils kann sich gut vorstellen, eines Tages Medizin in Paris zu studieren. Fashion-Fan Yanis will nicht ausschließen, dass er ein Modegeschäft in Bonn eröffnen würde. Beide freuen sich auf das Wiedersehen im Mai. Dann findet der Gegenbesuch der jungen Bonner statt.