Einbruch in Bonn

Größte Imkerei der Stadt verwüstet

BONN. Mehrere Zehntausend Euro Schaden haben Unbekannte beim Einbruch in Bonns größter Imkerei angerichtet. In der Nacht zu Freitag stiegen sie in den Betrieb von Klaus Maresch auf dem ehemaligen Schießstand der Bundeswehr auf der Hardthöhe ein.

Weil die Tür des früheren Lagerplatzes für Munition zu massiv und verschlossen war, schlugen die Täter Löcher in das Dach. Drinnen schütteten sie Honigessig aus, zerstörten Kerzen und zertraten unzählige Tuben von Handcreme. "Die teuersten Maschinen blieben glücklicherweise unberührt", erzählte Maresch gestern.

Trotzdem sei der Einbruch für ihn existenzbedrohend. Eine Wand beschmierten die Unbekannten mit einem Hakenkreuz, weshalb nun nicht nur die Polizei, sondern auch der Staatsschutz ermittelt. Weil es sich trotz der Stilllegung des Schießstands um einen militärischen Sicherheitsbereich handelt, ist auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) aktiv geworden.

Beschädigt wurde zudem der Messestand des fiktiven Bundesamts für magische Wesen, dessen Schöpfer Maresch ist. "Eine Veranstaltung am kommenden Wochenende müssen wir absagen", sagte er.

Schon im März und im Juli hatte jemand vergebens versucht, in die Imkerei einzusteigen. Hinweise zu den Taten nimmt die Polizei unter 0228/150 entgegen.