An der Ohligsmühle

Gefahr für Fußgänger in Lengsdorf

An der Ohligsmühle: An dieser Stelle endet der Bürgersteig und die Fußgänger müssen die Straße queren.

An der Ohligsmühle: An dieser Stelle endet der Bürgersteig und die Fußgänger müssen die Straße queren.

Lengsdorf. An der Straße An der Ohligsmühle in Bonn-Lengsdorf gibt es keinen durchgehenden Bürgersteig. Es kommt deshalb für Fußgänger immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Fußgänger, vor allem auch Schulkinder, werden auf der Straße An der Ohligsmühle zwischen der Ampel Im Mühlenbach und der Lengsdorfer Hauptstraße mit gefährlichen Situationen konfrontiert. Zwar wurde der Abschnitt vor Kurzem für Lastwagen außer Lieferverkehr gesperrt, aber im Berufsverkehr, der die Verbindung als Ausweichstrecke nutzt, fährt Auto an Auto durch die Einbahnstraße. Bürger kritisieren, dass mancher mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist. Auf der einen Seite gibt es keinen durchgehenden Bürgersteig. Passanten müssen die Fahrbahn queren, um auf einer lediglich markierten Fläche ihren Weg fortzusetzen. Mit Rollator sind die Bordsteinkanten am unterbrochenen Bürgersteig zusätzliche Hindernisse.

Ende 2017 hat der Hauptausschuss nach einstimmigem Votum der Bezirksvertretung der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Verkehrsführung für Fußgänger sicherer zu gestalten. Basierend auf einem SPD-Antrag hatten die Politiker einen Fragen- und Vorschlagskatalog zusammengestellt. Gefordert werden etwa Geschwindigkeitskontrollen, ein durchgängiger Bürgersteig, aber auch eine Kostenermittlung für die Komplettsanierung der maroden Straßen.

Auf GA-Anfrage teilt das Presseamt jetzt mit, dass die Änderung der Markierung in Prüfung ist. Für die geforderte Absenkung der Bordsteine sei noch Grunderwerb erforderlich, da Teilflächen den Anliegern gehören. „Eine neue Vermessung ist beantragt, aber noch nicht durchgeführt“, erklärt Andrea Schulte. Ein Komplettausbau könne frühestens 2021 erfolgen, da zuvor Kanalbau und Umlegung von Versorgungsleitungen erforderlich seien.

Schulte: „Die erforderlichen Mittel sollen für den Haushalt 2021 angemeldet werden.“ Außerdem werde untersucht, ob an der Ohligsmühle so viele Geschwindigkeitsüberschreitungen festzustellen sind, dass die rechtliche Möglichkeit gegeben ist, Kontrollen durchzuführen. Dazu sei eine mehrtägige Verkehrszählung geplant, bei der auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge erfasst wird.

In Nachbarstraßen wurden laut Verwaltung in der Vergangenheit bereits Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt:

  • Lengsdorfer Hauptstraße (Fahrtrichtung Lingsgasse) am 18. Januar 2017 zwischen 6.57 und 8.12 Uhr. Bei den 359 gemessenen Fahrzeugen wurden keine Überschreitungen festgestellt.
  • Lengsdorfer Hauptstraße (Fahrtrichtung Villemombler Straße) am 18. Januar 2017 zwischen 6.57 und 8.12 Uhr. Bei den 114 gemessenen Fahrzeugen wurden keine Überschreitungen festgestellt.
  • Villemombler Straße (Fahrtrichung Provinzialstraße) am 6. April 2018 zwischen 6.55 und 11.15 Uhr. Von den 1122 gemessenen Fahrzeugen fuhren 22 zu schnell.
  • Ippendorfer Weg (Fahrtrichtung Ippendorf) am 25. Juni 2019 zwischen 10.01 und 12.01 Uhr wurden bei 256 gemessenen Fahrzeugen sechs Überschreitungen festgestellt.
  • Röckumstraße (Fahrtrichtung Lengsdorf) am 26. Juni 2019 zwischen 6.57 und 11.42 Uhr wurden bei 331 gemessenen Fahrzeugen 15 Überschreitungen festgestellt.
  • Röckumstraße (Fahrtrichtung Endenich) am 26. Juni 2019 zwischen 6.57 und 11.42 Uhr fuhren von 799 gemessenen Fahrzeugen 45 zu schnell.

Eine dreiwöchige Verkehrsanalyse im Jahr 2017 auf der Lengsdorfer Hauptstraße ergab laut Presseamt, dass 0,3 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell waren. Schulte: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich dort der überwiegende Teil der Autofahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält.“